Laschet: Ende von Iran-Krieg auch im Interesse Chinas
Ein Ende des Iran-Kriegs ist nach Ansicht des CDU-Außenexperten Armin Laschet nicht nur im Interesse der USA, sondern auch Chinas. Für Peking sei eine Beendigung des Krieges deshalb so wichtig, weil ein Großteil des Öls aus dem Persischen Golf durch die Straße von Hormus in die Volksrepublik gehe, sagte der Unions-Politiker anlässlich der China-Reise von US-Präsident Donald Trump im ZDF-"Morgenmagazin".
"Und deshalb muss China darauf drängen, dass die Straße wieder offen ist", sagte Laschet. Es müsse eine Beendigung des Krieges erreichen, ohne seinen Verbündeten Iran fallen zu lassen. Darüber hinaus sei es im Interesse aller Länder, dass die Handelswege bald wieder frei seien. "Dieser Krieg hat bisher 30 Milliarden Euro auch für die gesamte Weltwirtschaft gekostet", sagte Laschet.
Die USA versuchen, mit einer Seeblockade den Druck auf die iranische Führung zu erhöhen. Das trifft auch China, den mit Abstand wichtigsten Abnehmer von iranischem Öl. Bislang hat sich Peking aus dem Konflikt weitgehend herausgehalten, unterstützt den Iran aber wirtschaftlich. Das ist ein Knackpunkt im Verhältnis zwischen Washington und Peking. So hatte das US-Finanzministerium zuletzt mehrfach Sanktionen gegen chinesische Firmen verhängt, die den USA zufolge unerlaubten Handel mit dem Iran treiben.
Boeing
Laschet zufolge geht es für Trump bei seiner Reise unter anderem um
Verkäufe des US-Flugzeugbauers Boeing, dessen Chef in China mit
dabei sein soll. "Die Chinesen haben in den letzten Jahren sehr viel
den europäischen Airbus
Wenn Trump bei diesem und anderen Wirtschaftsthemen mit Erfolgen in die USA zurückkehren könne, würde dies für ihn auch innenpolitisch ein wenig Entspannung bringen, schätzte Laschet ein. Solche Erfolge halte er für möglich./trs/DP/jha
ISIN NL0000235190 US0970231058
AXC0208 2026-05-13/11:16
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