Aktien New York Ausblick: Leichte Verluste - Keine Fortschritte im Iran-Krieg
An den US-Börsen zeichnet sich am Montag
mangels Fortschritten in den Iran-Gesprächen ein wenig bewegter
Auftakt ab. Anleger gehen zunächst abwartend in die neue Woche, die
am Dienstag von Inflationszahlen geprägt werden könnte. Anleger
versprechen sich davon Hinweise, wie sich die höheren Ölpreise
auswirken und was sich daraus für die Geldpolitik ableiten lässt.
Dem Nasdaq 100 würden schon wenige Punkte Plus dazu
reichen, um seine von KI-Fantasie getriebene Rekordrally
fortzusetzen. Der Broker IG taxierte den technologielastigen
Leitindex aber eine Stunde vor dem Auftakt 0,1 Prozent niedriger auf
29.193 Punkte. Knapp 29.235 Punkte wären notwendig für eine
Bestmarke.
Beim Dow Jones Industrial dagegen bahnt sich weiter
kein Rekord an: Das Kursbarometer bleibt auf Abstand zu den knapp
50.513 Punkten, die noch aus dem Februar stammen. Seine Indikation
liegt beim Broker IG am Montag mit 0,1 Prozent im Minus bei 49.577
Zählern.
Anleger blieben vorsichtig, weil der Iran und die USA bei ihren
Bemühungen um ein Ende des Kriegs nicht vorankommen. "Der Weg zur
Wiederöffnung der Straße von Hormus bleibt ungewiss", schrieben
Experten der UBS um den Investmentchef Mark Haefele. US-Präsident
Donald Trump und der Iran hatten jeweils Friedensvorschläge der
Gegenseite zur Beilegung des Konflikts als nicht akzeptabel
zurückgewiesen.
Was trotz der Iran-Bedenken nicht nachlässt, ist das Interesse der
Anleger an den US-Profiteuren der KI-Bewegung, die vor allem aus dem
Chipsektor stammen. Bei den Intel -Aktien zum Beispiel
bahnt sich vorbörslich mit einem weiteren Anstieg um mehr als vier
Prozent eine Fortsetzung des guten Laufs an. Getrieben von
Server-Euphorie fehlt dem Kurs des Prozessorherstellers nicht viel
für einen erneuten Rekord.
Begehrt sind neuerdings auch die Aktien von Moderna ,
die vorbörslich mit einem Plus von 5,5 Prozent an ihre jüngste Rally
anknüpfen. Zum Treiber ist hier seit einigen Tagen die Fantasie
geworden, dass das von der Corona-Pandemie bekannte
Biotech-Unternehmen an einem Impfstoff gegen das derzeit Unruhe
stiftende Hantavirus forscht.
Für den Kurs von Lumentum geht es vorbörslich um 6,2
Prozent hoch, nachdem bekannt wurde, dass das auf optoelektrische
Komponenten spezialisierte Tech-Unternehmen ab dem 18. Mai einen
Platz im Nasdaq 100 erhält. Dort ersetzt werden sollen die Titel des
Immobilien-Informationsdienstes Costar , die auf einen
etwas schwächeren Auftakt zusteuern./tih/jha/