Wiener Börse (Mittag) - ATX legt um 0,75 Prozent zu / Trotz neuerlicher Spannungen im Iran-Krieg und steigenden Ölpreisen - Bankenwerte gesucht
Der Wiener Aktienmarkt hat am Montag zu Mittag zugelegt. Der heimische Leitindex ATX gewann gegen 12.30 Uhr 0,75 Prozent auf 5.927,85 Einheiten. Der ATX Prime stieg um 0,73 Prozent auf 2.931,27 Punkte. Die europäischen Leitbörsen zeigten sich hingegen zum Wochenstart zunächst mehrheitlich im Minus. Die Spannungen im Iran-Krieg nahmen zuletzt wieder zu. Auch die Ölpreise zogen an.
Der Iran hat nach eigenen Angaben in seiner Antwort auf einen Vorschlag der USA für eine Beendigung des Krieges ein Ende der Kämpfe in der gesamten Region und eine Freigabe seiner im Ausland eingefrorenen Vermögenswerte gefordert. Der Iran verlange von den USA keine "Zugeständnisse", sondern lediglich seine "legitimen Rechte", sagte der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei am Montag bei einer Pressekonferenz in Teheran. Die Forderungen des Iran umfassen seinen Angaben zufolge "ein Ende des Krieges in der Region", die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen sowie die "Freigabe von Vermögenswerten, die dem iranischen Volk gehören und seit Jahren zu Unrecht gesperrt sind".
US-Präsident Donald Trump hat die Antwort bereits als "inakzeptabel" bezeichnet. Dem Nachrichtenportal "Axios" sagte er, er werde Irans unangemessene Replik zurückweisen. "Ich mag ihre Antwort nicht", sagte Trump. Er ließ offen, ob er die Verhandlungen fortsetzen will.
Unternehmensseitig gab es am Vormittag keine Neuigkeiten. Stark präsentierten sich die schwergewichteten Bankenwerte. Raiffeisen Bank International (RBI) zogen um 4,54 Prozent an. BAWAG folgten mit einem Plus von 1,77 Prozent. Erste Group gewannen 0,86 Prozent. Zudem waren auch Versicherungswerte im Plus. Uniqa legten um 0,47 Prozent zu, Vienna Insurance Group (VIG) um 0,45 Prozent.
Gewinner im prime market waren die Aktien von FACC mit einem Anstieg von 2,99 Prozent und Zumtobel mit einem Plus von 1,94 Prozent.
Verluste gab es hingegen für die Werte von Palfinger mit einem Minus von 2,38 Prozent. AT&S verloren 1,69 Prozent. Seit dem Jahresauftakt hatten die Papiere des Leiterplattenherstellers bereits mehr als 200 Prozent zugelegt.
Im prime market ging es für Rosenbauer (-2,67 Prozent) und EuroTeleSites (-2,54 Prozent) deutlich hinunter.
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