Wiener Börse - ATX fällt weiter von Rekordhoch ab / Nahost-Sorgen belasten zum Wochenausklang
Der Wiener Aktienmarkt hat am Freitag die Korrekturbewegung nach dem jüngsten Rekordhoch fortgesetzt. Im Fokus blieb die fragile Lage im Nahen Osten, wo Hoffnungen auf einen baldigen Frieden durch neue militärische Auseinandersetzungen erneut gedämpft wurden. Entsprechend hielt sich die Risikobereitschaft der Anleger vor dem Wochenende in Grenzen, woran auch die positive Entwicklung an den US-Börsen nichts mehr änderte.
Der ATX schloss um 0,97 Prozent tiefer bei 5.883,65 Punkten. Am Donnerstag war der Leitindex erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 6.000 Punkten geklettert, konnte dieses Niveau jedoch nicht behaupten. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von eineinhalb Prozent zu Buche. Für den ATX Prime ging es am Freitag um 0,96 Prozent auf 2.910,02 Zähler hinab. Auch im europäischen Umfeld wurden klare Verluste verzeichnet.
Die Ölpreise blieben zwar deutlich unter den Höchstständen aus der ersten Wochenhälfte, mit zuletzt knapp 102 US-Dollar für ein Barrel Brent aber weiterhin auf hohem Niveau. Gegenseitige Angriffe der USA und des Iran schürten die Sorgen vor einer erneuten Eskalation im Nahen Osten. Trotz der jüngsten Rückschläge würden die Marktakteure darauf hoffen, dass die Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien fortgesetzt werden, hieß es. US-Präsident Donald Trump erklärte zudem, die Waffenruhe bleibe in Kraft, während die USA auf eine Antwort des Iran auf den jüngsten Vorschlag zur Beendigung des Kriegs warten.
spa/ste
ISIN AT0000999982