Österreichische Staatsanleihen im Späthandel etwas höher / Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe um 2 Basispunkte auf 3,23 Prozent gefallen
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Donnerstagnachmittag mit leichten Kursgewinnen gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe ist um 2 Basispunkte auf 3,23 Prozent gefallen. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 25 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,12 Prozent auf 125,92 Punkte.
Am Kapitalmarkt dominiert aktuell die Hoffnung auf einen baldigen Frieden im Nahen Osten. Eine Einigung über ein Ende des Kriegs mit dem Iran ist nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump in den kommenden Tagen möglich. Damit verbunden ist die Aussicht auf deutlich sinkende Ölpreise und folglich auf ein Abflauen der Inflationsängste. Insofern gerieten die Renditen zuletzt unter Druck.
"Zwar sehnen alle Beteiligten ein Ende des Konflikts herbei, doch die Vergangenheit zeigt, dass Rückschläge in einem möglichen Annäherungsprozess einkalkuliert werden müssen", schrieb Analyst Christian Reicherter von der DZ Bank. Die unter den Marktakteuren vorherrschende Zuversicht scheine daher etwas zu weit vorausgeeilt zu sein. Ein Warnzeichen ist laut dem Experten, dass selbst Trump nicht mit baldigen direkten Gesprächen der Kriegsparteien rechne.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,54 2,57 -0,03 0 5 Jahre 2,80 2,81 -0,01 12 10 Jahre 3,23 3,25 -0,02 25 30 Jahre 3,83 3,84 -0,01 30
ste/sto