ROUNDUP: Sohn des Hamas-Anführers bei Angriff im Gazastreifen getötet
Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen ist nach Krankenhausangaben ein Sohn des Hamas-Anführers Chalil al-Haja getötet worden - inzwischen sind damit vier seiner Söhne bei israelischen Attacken umgekommen. Asam Chalil al-Haja sei im Al-Ahli-Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen, teilte die Klinik mit.
Nach Berichten in Gaza war er bei einem Drohnenangriff am Mittwoch im Flüchtlingsviertel Dschabalija getroffen worden. Dabei wurde Krankenhausangaben zufolge ein weiteres Hamas-Mitglied getötet. Ein israelischer Armeesprecher sagte, man prüfe die Berichte.
Chalil al-Haja ist höchstrangiger Hamas-Funktionär im Ausland und Unterhändler bei Verhandlungen über eine dauerhafte Friedensregelung für den Gazastreifen. Der Hamas-Sprecher Hasem Kassem sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei bereits der vierte Sohn al-Hajas, der bei einem israelischen Angriff ums Leben gekommen sei.
Weiterer Sohn bei Attacke in Doha 2025 getötet
Im vergangenen Jahr hatte Israels Luftwaffe versucht, die Führungsspitze der Hamas in der katarischen Hauptstadt Doha anzugreifen. Chalil al-Haja war dabei Berichten zufolge ein Ziel. Nach Hamas-Angaben schlug die Attacke damals jedoch fehl, es sei kein Mitglied der Delegation getötet worden. Sechs Menschen seien aber ums Leben gekommen, darunter al-Hajas Sohn Humam und sein Büroleiter. Der Angriff war international verurteilt worden.
Nach Angaben des Hamas-Sprechers waren zwei weitere Söhne al-Hajas bei früheren israelischen Angriffen auf den Vater im Gazastreifen in den Jahren 2008 und 2014 getötet worden.
Seit Oktober 2025 herrscht in dem Küstenstreifen zwar eine Waffenruhe, de facto kommt es aber immer wieder zu tödlichen Angriffen oder Konfrontationen. Die im Friedensplan von US-Präsident Donald Trump vorgesehene Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas ist bisher nicht umgesetzt worden. Israel kontrolliert weiterhin eine Hälfte des Gazastreifens. Der Hamas gelang es seit Beginn der Waffenruhe, ihre Herrschaft in dem von ihr weiterhin kontrollierten Gebiet in Gaza wieder weitgehend zu festigen./edr/DP/mis
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