Bei weiter starken Vorgaben aus Übersee steht
beim Dax am Donnerstag erneut die Hürde von 25.000
Punkten im Blick. Es dürfte dem deutschen Leitindex aber zunächst
schwer fallen, diese zu überwinden. Knapp eine Stunde vor dem
Xetra-Start signalisierte der X-Dax als Indikator für
den deutschen Leitindex eine kaum veränderte Eröffnung bei 24.915
Punkten.
Tags zuvor war der Dax im Zuge des KI-Booms an der Wall Street und
in Asien sowie den Entspannungssignalen aus Nahost zeitweise bis auf
25.152 Punkte nach oben geklettert. Im Bereich seiner
Februar-Höchststände verließen ihn jedoch zunächst die Kräfte,
nachdem er die Kriegs-Scharte vom März im Kurs-Chart fast komplett
ausgewetzt hatte. Der Rekord von Mitte Januar bei 25.507 Punkten
bleibt jedoch im Visier.
In den USA setzten der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100
und der marktbreite S&P 500 ihre
Rekordjagd derweil mit nochmals höherem Tempo fort. In Asien meldete
sich Japans Nikkei-225 mit einem
Kursfeuerwerk aus der Feiertagspause zurück und spielte damit sein
Nachholpotenzial aus. Südkoreas Kospi <> geriet
dagegen nach einem neuerlichen Höchststand im Verlauf ins Stocken.
Hinsichtlich des Iran-Kriegs bleibt US-Präsident Trump optimistisch,
und hält eine Vereinbarung mit den Mullahs in den kommenden Tagen
für möglich. Die tags zuvor abgesackten Ölpreise stabilisierten sich
am Morgen dennoch ein wenig.
Unternehmensseitig stehen am deutschen Markt Siemens Healthineers
nach Quartalszahlen unter Druck. Vorbörslich
rutschten die im Dax notierten Papiere um 3,5 Prozent zum
Xetra-Schluss ab. Anhaltende Probleme der Labordiagnostik-Sparte in
China sowie die wieder steigende Inflation lassen den
Medizintechnikkonzern für das laufende Geschäftsjahr pessimistischer
werden. Healthineers habe die ohnehin niedrigen Erwartungen
verfehlt, hieß es aus dem Handel. Die Diagnostik-Sparte zeige
weiterhin ein schlimmes Bild.
Quartalsbilanzen aus dem Dax gab es ferner von Vonovia
und Henkel . Während die Titel des
Immobilienunternehmens auf Tradegate nur moderat anzogen, legten
jene des Konsumgüterherstellers um 2,3 Prozent zu. Henkel bestätigte
die Prognose und kam beim organischen Umsatz im ersten Jahresviertel
etwas besser voran als gedacht.
Für Lanxess ging es vorbörslich auf Tradegate um 7
Prozent bergab. JPMorgan bemängelte die Aussichten des
Chemiekonzerns für das zweite Quartal.
Deutz sprangen vorbörslich um 5,5 Prozent hoch. Beim
Motorenhersteller überzeugt die Auftragslage./ajx/mis