Wiener Börse (Nachmittag) - ATX gewinnt 2,6 Prozent / Einigung zwischen den USA und Iran könnte näher rücken - FACC-Aktie springt nach Zahlenvorlage hoch
Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Mittwochnachmittag mit der Hoffnung auf eine Beilegung des USA-Iran-Konfliktes weiterhin sehr fest gezeigt. Der Leitindex ATX gewann gegen 14.50 Uhr starke 2,63 Prozent auf 5.952,92 Einheiten. Auch an den europäischen Leitbörsen ging es mit den Aktienkursen deutlich nach oben.
Die USA und der Iran kommen pakistanischen Vermittlerkreisen zufolge einer Vereinbarung für ein Kriegsende näher. Ein entsprechender Bericht des US-Nachrichtenportals Axios sei zutreffend, hieß es. Zudem sackte der Ölpreis ab.
Am heimischen Aktienmarkt gingen die deutlichen Zuwächse - wie im europäischen Börsenumfeld - quer durch die Branchen, mit Ausnahme des Öl- und Gasbereiches. Sehr stark nach oben ging es europaweit mit Aktien aus der Reisebranche. In Wien zogen die Papiere des Cateringunternehmens Do&Co um mehr als acht Prozent in die Höhe.
Europaweit in der Gunst der Anleger weit oben standen neben den Autowerten die Banken. In Wien verteuerten sich die Titel der BAWAG um 3,3 Prozent und die Aktionäre der Erste Group konnten ein Plus von sechs Prozent verbuchen. Bei der Raiffeisen Bank International (RBI) ging es um starke 5,4 Prozent auf 45,44 Euro aufwärts.
Die Analysten von Barclays haben ihr Kursziel für die RBI-Aktien von 40,0 auf 42,0 Euro nach oben revidiert. Die Einstufung "equal weight" wurde nach der jüngsten Vorlage überraschend gut ausgefallener Quartalszahlen unverändert belassen.
Auf Unternehmensebene rückte zudem FACC mit einer Zahlenvorlage ins Blickfeld. Der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer hat im ersten Quartal 2026 eine Steigerung von Ergebnis und Umsatz erzielt. Das operative Ergebnis (EBIT) wurde mit 9,7 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der Umsatz legte um 11,8 Prozent auf 258,2 Mio. Euro zu. Die FACC-Titel reagierten mit einem Kurssprung in Höhe von 6,4 Prozent. Laut Erste Group-Analysten meldete FACC ein starkes erstes Quartal, das normalerweise aufgrund saisonaler Faktoren schwächer ausfällt. Die Prognosen wurden übertroffen, in diesem Sinne erwarteten die Experten eine positive Marktreaktion.
Die Aktien von SBO und Mayr-Melnhof werden zur Wochenmitte ex Dividende gehandelt. Die Papiere des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters SBO fielen um drei Prozent bzw. 1,1 Euro auf 35,50 Euro. Bereinigt um den Dividendenabschlag in Höhe von 75 Cents notierte die Aktie etwas geringer im Minus. Die deutlich tieferen Rohölpreise belasteten die Werte aus der Branche. OMV-Titel sanken 2,2 Prozent.
Mayr-Melnhof gewannen trotz Dividendenabschlag 0,8 Prozent auf 79,60 Euro. Beim Kartonhersteller wurden zwei Euro je Aktie ausgeschüttet.
Stark präsentierten sich auch die Versicherer. UNIQA-Papiere zogen um 4,6 Prozent hoch. Vienna Insurance kletterten um 3,3 Prozent hoch.
Die Titel von Wienerberger bauten unter den konjunkturzyklischen Werten ein sattes Plus von 4,8 Prozent. voestalpine stärkten sich um vier Prozent.
ste/spa
ISIN AT0000999982