Aktien Europa: Positive Signale im Iran-Krieg treiben Kurse nach oben
Europas wichtigste Aktienmärkte
haben am Mittwoch deutlich zugelegt. "Angetrieben wird diese
Kursbewegung insbesondere von der Aussicht auf einen baldigen
Vertrag zwischen den USA und dem Iran", so Andreas Lipkow,
Marktanalyst bei CMC Markets. Die Ölpreise gingen deutlich zurück.
Der EuroStoxx 50 zog am Mittag um 2,48 Prozent auf
6.015,94 Punkte an. Außerhalb der Eurozone gewann der schweizerische
SMI 2,21 Prozent auf 13.341,24 Zähler. Der
Aktienmarkt in London kletterte um 2,17 Prozent auf
10.440,37 Punkte.
Die Hoffnung auf eine Deeskalation im Iran-Krieg spiegelte sich in
den Bewegungen der Einzelbranchen wider. Gefragt waren zyklische
Sektoren wie etwa Auto-, Reise- und Baustoffwerte. Ölaktien
rangierten dagegen mit deutlichen Verlusten am Ende des Feldes.
Technologietitel profitierten auch von starken Vorgaben aus den USA.
Die hervorragenden Zahlen von AMD hinterließen im
Halbleitersektor Spuren. So kletterten etwa ASML um
3,7 Prozent. Etwas bescheidender nahm sich dagegen das Plus von
Adyen aus, die um ein Prozent zulegten. Die Analysten
von Oddo BHF sprachen von Zahlen im Rahmen der Erwartungen.
Unter den ebenfalls gefragten Versicherungstiteln ragten Axa
mit vier Prozent Aufschlag heraus. Der französische
Versicherer hatte zum Jahresstart ein kräftiges Wachstum
verzeichnet.
Im Pharmasektor waren Novo Nordisk Primus. Die
Kurserholung setzte sich nach überraschend starken Quartalszahlen
und höheren Jahreszielen schwungvoll mit sechs Prozent Aufschlag
fort.
Bei den Nahrungs- und Getränkeproduzenten setzten Diageo
mit knapp fünf Prozent Aufschlag Akzente. Die
Analysten von JPMorgan verwiesen auf den besser als erwarteten
Umsatz im dritten Quartal des Geschäftsjahres. Das Geschäft in
Europa, Mittel- und Südamerika und Afrika habe dazu maßgeblich
beigetragen.
Für eine Enttäuschung im Mediensektor sorgten dagegen Wolters Kluwer
. Im Rahmen der Erwartungen liegende Zahlen des
niederländischen Informationsdienstleisters waren nicht in der Lage,
die Sorgen über die Bedrohung des Geschäftsmodells durch Künstliche
Intelligenz zu zerstreuen. Die Aktie verlor 5,8 Prozent, womit sich
das Kursdebakel fortsetzte. Seit Februar 2025 hat der Wert fast 70
Prozent verloren./mf/jha/