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Aktien Frankfurt: Dax klettert über 25.000 Punkte - Iran-Hoffnung und KI-Fieber

Inmitten der heißen Phase der Berichtssaison geht es für den Dax am Mittwoch weiter kräftig aufwärts. Vorsichtige Entspannungssignale im Iran-Krieg und der Boom mit Künstlicher Intelligenz (KI) treiben die Börsen höher.

Der deutsche Leitindex ließ zeitweise die runde Marke von 25.000 Punkten hinter sich und gewann gegen Mittag 2,36 Prozent auf 24.979 Punkte. Für den MDax mit den mittelgroßen Werten ging es um 2,60 Prozent auf 31.942 Zähler hinauf. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zog um 2,3 Prozent an.

US-Präsident Donald Trump setzt im Konflikt mit dem Iran auf Deeskalation, um einen diplomatischen Durchbruch zu erzielen. Überraschend kündigte er an, den erst am Montag gestarteten US-Einsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus "für kurze Zeit" auszusetzen. Während des Stopps von "Projekt Freiheit" solle geprüft werden, ob ein Abkommen mit dem Iran abgeschlossen und unterzeichnet werden könne. Für Impulse in dem Konflikt könnte auch das Treffen zwischen Chinas Außenminister Wang Yi mit seinem iranischen Amtskollegen in Peking sorgen.

"Sollte es zu einem Deal kommen, eröffnet sich kurzfristig Spielraum für eine Aufholbewegung in Europa", so die Einschätzung der Experten von Index Radar mit Blick auf die relative Schwäche der europäischen Börsen im Vergleich mit den US-amerikanischen.

Treiber der Aktienmärkte, insbesondere der USA und Asiens, bleibt darüber hinaus der Boom mit Künstlicher Intelligenz (KI). In den USA hatten der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 und der marktbreite S&P 500 am Vortag weitere Rekordstände erreicht. "Die KI-Euphorie wirkt derzeit wie ein stabilisierender Faktor für die Märkte und überlagert viele der globalen Unsicherheiten", kommentierte Marktbeobachter Timo Emden von Emden Research.

Der KI-Boom befeuert weltweit Papiere von Chipkonzernen: In Korea Samsung oder SK Hynix , in den USA beispielsweise Advanced Micro Devices (AMD) , in Deutschland Infineon . Infineon erhöhte nun auch die Prognose. Die Aktien konnten nach ihrer zuletzt steilen Kursrally davon aber am Mittwoch nicht mehr profitieren.

In der in Deutschland auf Hochtouren laufenden Bilanzsaison öffneten zur Wochenmitte allein sieben Unternehmen aus dem Dax die Bücher. Continental gewannen an der Dax-Spitze 7 Prozent. Der Reifen- und Kunststofftechnikkonzern verdiente im ersten Quartal bei weniger Umsatz mehr. Ausschlaggebend waren gute Reifen-Geschäfte und Kosteneinsparungen.

BMW-Anteile verbuchten Gewinne von mehr als 6 Prozent. Analysten von JPMorgan bescheinigten dem Autohersteller einen insgesamt starken Jahresauftakt. Heidelberg Materials stiegen nach Quartalszahlen um 3,6 Prozent.

Die Papiere von Daimler Truck legten mit plus 0,8 Prozent unterdurchschnittlich zu. Der Nutzfahrzeughersteller bekommt die Probleme auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt deutlich zu spüren.

Zalando gaben nach einem zunächst wilden Kursverlauf um knapp 1 Prozent nach. Die Übernahme von About You bescherte dem Online-Händler im ersten Quartal deutliche Zuwächse bei Umsatz und operativem Gewinn. Zudem profitierte das Unternehmen vom KI-Einsatz. Die DZ Bank hält das Potenzial für steigende Gewinnschätzungen aber für begrenzt.

Die Entspannungssignale in Nahost gaben dem Reise- und Luftfahrtsektor Auftrieb. Im MDax verteuerten sich Tui um 6,6 Prozent und Lufthansa um gut 5 Prozent. Die Airline will den Gewinn trotz des Kerosin-Schocks steigern. Im Dax waren die Papiere des Triebwerkherstellers MTU der stärkste Wert mit plus 8,8 Prozent.

Nach unten um 1,3 Prozent ging es für Fresenius . Ein Händler hielt den Quartalsbericht des Krankenhausbetreibers und Pharmaherstellers nicht für überzeugend./ajx/jha/

 ISIN  DE0008469008  DE0008467416  DE0009653386

AXC0211 2026-05-06/11:51

Relevante Links: SK hynix, Inc., Advanced Micro Devices Inc., MTU Aero Engines AG, Samsung Electronics Co. Ltd., Continental AG, Deutsche Lufthansa AG, Heidelberg Materials AG, Daimler Truck Holding AG, Fresenius SE & Co. KGaA, Infineon Technologies AG, TUI AG, Zalando SE, BMW AG

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