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Großaufträge ziehen Quartalsbilanz im Maschinenbau ins Plus

Großaufträge haben Deutschlands Maschinenbauern einen versöhnlichen Abschluss des schwierigen ersten Quartals beschert. Nach zwei schwachen Monaten kamen im März unerwartet viele neue Bestellungen herein, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) in Frankfurt mitteilte. Das zog auch die Quartalsbilanz ins Plus: In den ersten drei Monaten des Jahres verbuchten die Unternehmen preisbereinigt vier Prozent mehr Bestellungen als im Vorjahreszeitraum, allein dank des Auslandsgeschäfts.

VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt dämpfte die Euphorie: Die Sondereffekte im März markierten "leider nicht den Beginn eines breiten Aufschwungs", sondern beschönigten die Lage. Im März sorgten Bestellungen für Großanlagen und andere großvolumige Aufträge für einen sprunghaften Anstieg beim Auftragseingang um real 27 Prozent zum Vorjahresmonat. Die deutlichsten Impulse gab es dabei nach Angaben des Verbandes aus Nicht-Euro-Ländern, mit Zuwächsen um 42 Prozent.

Für einen dauerhaften Aufschwung fehlen nach Einschätzung von Gernandt "die zwingend notwendigen strukturellen Reformen in der deutschen und europäischen Politik".

Auch die Weltlage bleibt eine Belastung für die exportorientierte Branche: "Die Kriege in der Golfregion und in der Ukraine, neue Zolldrohungen aus den USA und viele Unwägbarkeiten in den Lieferketten sorgen auch weiterhin dafür, dass Investitionen ausbleiben - was viele Fachzweige des Maschinen- und Anlagenbaus deutlich zu spüren bekommen", so der VDMA-Chefvolkswirt./ben/DP/zb

AXC0169 2026-05-06/10:20

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