Ramaswamy gewinnt Vorwahl - Trump-Fan will Ohio regieren
Der frühere US-Präsidentschaftsbewerber Vivek Ramaswamy tritt für die Republikaner bei der Wahl zum nächsten Gouverneur des Bundesstaates Ohio an. Damit geht ein Verbündeter von US-Präsident Donald Trump im Herbst ins Rennen um das Spitzenamt in dem industriell geprägten Bundesstaat. Ramaswamy (40) setzte sich am Dienstag (Ortszeit) bei parteiinternen Vorwahlen gegen seinen Herausforderer durch. Für die Demokraten tritt die frühere Gesundheitsministerin Ohios, Amy Acton (60), an.
Unternehmer, Ex-Präsidentschaftskandidat, MAGA-Anhänger
Ramaswamy hat als Unternehmer in der Biotech-Branche Karriere gemacht. Das Magazin "Forbes" listet ihn als Milliardär. 2024 erlangte er als republikanischer Präsidentschaftskandidat USA-weit und auch über die Landesgrenzen hinweg Aufmerksamkeit. Nach seinem Rückzug aus dem Rennen stellte er sich hinter Trump und dessen MAGA-Bewegung (Make America Great Again).
Im von Trump initiierten Gremium "Doge" ("Department of Government Efficiency") erarbeitete Ramaswamy zunächst Sparvorschläge für die Trump-Regierung, an der Seite von US-Milliardär Elon Musk. Später zog er sich daraus zurück und kündigte Anfang 2025 seine Kandidatur für das Gouverneursamt an. Trump sagte ihm umgehend Unterstützung zu.
Rennen ums Gouverneursamt in Ohio
Ohio hatte laut US-Medien seit nahezu 20 Jahren keinen demokratischen Gouverneur mehr. Doch jüngste Umfragen deuten den Berichten zufolge auf ein überraschend knappes Rennen um die Nachfolge des derzeitigen Gouverneurs Mike DeWine hin. Zurückzuführen ist dies laut "New York Times" auch auf den Popularitätsverlust von Donald Trump. Die Gouverneurswahl findet am 3. November parallel zu den Zwischenwahlen zum US-Kongress statt.
Sowohl Ramaswamy als auch seine demokratische Herausforderin Acton versprechen im Wahlkampf, dafür zu kämpfen, die Lebenshaltungskosten für die Menschen zu senken. Ramaswamy will den alten Industriestaat zu einem Zentrum für Innovation machen und ihn so zu neuem Wohlstand bringen. Acton legt ihren Fokus stärker auf die Arbeiterfamilien - diese seien gegenüber wohlhabender Eliten viel zu lange benachteiligt worden, heißt es auf ihrer Webseite.
Für seinen Wahlkampf hat Ramaswamy laut US-Medienberichten bereits große Summen gesammelt und auch sein eigenes Vermögen eingebracht./ddo/DP/zb
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