, dpa-AFX

Wadephul warnt Iran: Karten jetzt nicht überreizen

Nach den jüngsten iranischen Drohnenangriffen auf die Vereinigten Arabischen Emirate hat Außenminister Johann Wadephul Teheran zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgerufen. "Wir fordern den Iran auf, seine Karten jetzt nicht zu überreizen", sagte der CDU-Politiker in Berlin in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem israelischen Kollegen Gideon Saar. "Es wird jeden Tag dringlicher, dass der Iran das Angebot zu Verhandlungen jetzt annimmt."

Deutschland verurteile die jüngsten Angriffe scharf. "Für uns ist klar: Ein Rückfall in kriegerische Auseinandersetzungen muss vermieden werden. Dieser Krieg muss beendet werden", sagte Wadephul. "Aber er muss so beendet werden, dass von Iran keine Gefahr mehr ausgeht - nicht für Israel, nicht für die Länder der Region und auch nicht für uns in Europa."

Wadephul: Vom Iran darf keine Gefahr mehr ausgehen

So dürfe der Iran nicht in den Besitz einer Nuklearwaffe geraten, er müsse sein ballistisches Raketenprogramm aufgeben und er müsse seine "Politik der Bandstiftung in der Region" aufgeben. Diese Ziele und Sicherheitsinteressen teilten Deutschland und Israel vollständig, betonte Wadephul.

Sein israelischer Kollege Saar sah in den jüngsten Angriffen auf die Vereinigten Arabischen Emirate den Beleg dafür, dass das iranische Regime den "Charakter eines Verrückten" habe. Man müsse verhindern, dass der Iran über Atomwaffen verfüge. Jeder, der sehe, wie sich das Regime gegenüber seinen Nachbarn in der Region benehme, verstehe die Notwendigkeit, es vom Besitz nuklearer Waffen fernzuhalten. "Stellen Sie sich einmal vor, wie sich der Iran mit einem nuklearen Schirm verhalten würde."

Bei dem Drohnenangriff war ein Großbrand in einem Industriegebiet der Hafenstadt Fudschaira ausgebrochen. Irans Revolutionsgarden feuerten zudem nach eigenen Angaben mehrere Raketen als Warnung in Richtung von US-Kriegsschiffen ab./sk/DP/he

AXC0315 2026-05-05/19:24

Copyright dpa-AFX Wirtschaftsnachrichten GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet.