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Ermittlungen in Ungarn rund um Rücktritt von Erste-Group-Aufsichtsrat / Geschehnisse aus den Jahren 2023/24 - TV-Interviews des Aufsichtsrats Simor als Auslöser

Rund um den Rücktritt Anfang 2024 des damaligen ungarischen Aufsichtsrats der Erste Group, Andras Simor, gibt es nun Ermittlungen in Ungarn. Das meldete die Nachrichtenagentur MTI am Dienstag. Simor hatte jüngst in einem TV-Interview behauptet, er habe sein Mandat zurückgelegt, nachdem die ungarische Zentralbank NBH diesbezüglich Druck auf die Erste Bank Ungarn ausgeübt habe. Grund dafür soll Simors Kritik am damaligen NBH-Chef György Matolcsy gewesen sein.

Simor war bis 2013 Matolcsys Vorgänger an der Spitze der ungarischen Nationalbank. Nach der Kritik an seinem Nachfolger im Dezember 2023 habe die NBH, die auch für die Bankenaufsicht zuständig sei, der Erste Group Ungarn mit einer "sehr strengen und unangenehmen" Behandlung gedroht, zitiert die Nachrichtenseite "dailynewshungary.com" aus dem Interview.

Die Erste Bank Ungarn bestätigt in einem Statement gegenüber der APA, dass sie von den Ermittlungsbehörden kontaktiert worden sei. "Im Laufe des Verfahrens wird die Bank den Behörden sämtliche verfügbaren Informationen zur Verfügung stellen." Darüber hinaus wolle man sich zu laufenden Verfahren nicht äußern.

spo/ivn

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