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Ökonom: Sprit-Steuersenkung hilft kurz und schadet länger

Seit Mitternacht gelten in Deutschland niedrigere Steuern auf Benzin und Diesel. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung hält das für "die falsche Maßnahme". Die zweimonatige Steuersenkung werde die Autofahrer bestenfalls kurzzeitig entlasten und anschließend die Preisspirale für Öl und Gas nach oben treiben, sagte der Chefökonom des Instituts, Ottmar Edenhofer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Grund sei die steigende Nachfrage. "Das führt zur weiteren Preissteigerung, was den ausländischen Exporteuren hilft, aber nicht denen, die Auto fahren und ihre Wohnung heizen müssen." Die Regierung könnte die Bürger vor steigenden Preisen besser durch Einkommenshilfen mit dem Fokus auf Härtefall-Gruppen schützen, sagte Edenhofer.

Die Politik hätte längst kommunizieren können, dass schon um der Energiesicherheit willen der Verbrauch von Öl und Gas sinken müsse, fügte der Ökonom hinzu. "Dafür hätten wir die Blockade der Straße von Hormus nicht gebraucht." Mittelfristig müsse Europa die Nachfrage drosseln, um sich unabhängiger von Öl und Gas aus dem Ausland zu machen./brd/DP/men

AXC0024 2026-05-01/07:12

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