Rath AG rutschte 2025 noch tiefer in die roten Zahlen / Geopolitische Krisen und schwaches Wirtschaftswachstum als Gründe genannt - Fehlbetrag gegenüber Jahr davor von 1,4 Mio. auf 8,8 Mio. Euro vervielfacht
Der börsennotierte Feuerfestkonzern Rath AG hat im vergangenen Jahr seinen Verlust deutlich vergrößert. Nach einem Minus von rund 1,4 Mio. Euro im Jahr 2024 folgte 2025 ein Fehlbetrag von 8,8 Mio. Euro. Der Betriebsverlust (EBIT) fiel mit 6,1 Mio. Euro zudem deutlich negativer aus, als noch von der Unternehmensführung im Oktober befürchtet. Damals rechnete der Vorstand in einer Gewinnwarnung mit einem negativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 2 Mio. Euro.
Als Grund für die roten Zahlen führt das Unternehmen in seinem Geschäftsbericht unter anderem die geopolitischen Krisen sowie ein schwaches Wirtschaftswachstum in Europa an. "Das Jahr 2026 startete erfreulich für unsere Gruppe, die Auftragsbücher wurden mehr gefüllt als noch im Vergleichszeitraum", schreibt der Vorstand im Bericht, "doch mit dem 28. Februar 2026 (Beginn des Iran-Kriegs, Anm.) kam es wieder zu einem Rückschritt, welcher uns alle wirtschaftlich vor sehr große Herausforderung stellt. Die Aussichten sind wieder einmal unklar und schwer zu prognostizieren."
Der Umsatz des Konzerns betrug 2025 rund 94,3 Mio. Euro, nach gut 111 Mio. Euro im Jahr davor. Im ersten Halbjahr 2025 hatte der Verlust bereits knapp 5 Mio. Euro betragen. Zur Ergebnisstabilisierung sei zu Jahresbeginn ein Kostensenkungsprogramm gestartet worden, dessen Effekte "sich überwiegend im zweiten Halbjahr 2025 in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung niederschlagen werden", hatte das Unternehmen dazu im Oktober geschrieben.
spo/kre
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