Italiens Inflation steigt kräftig - Preisschub bei Energie treibt
In Italien hat sich die Inflation im April deutlich verstärkt. Die nach europäischem Standard erhobenen Verbraucherpreise (HVPI) legten auf Jahressicht um 2,9 Prozent zu, wie das Statistikamt Istat nach einer ersten Schätzung am Donnerstag in Rom mitteilte. Im März hatte die Jahresrate nur bei 1,6 Prozent gelegen.
Mit dem Anstieg im April hat sich die Teuerung in der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone bereits den dritten Monat verstärkt. Volkswirte wurde von der Stärke des Preisanstiegs überrascht. Sie hatten zwar eine höhere Inflation erwartet, waren aber im Schnitt nur von 2,5 Prozent ausgegangen.
Im Monatsvergleich legten die Verbraucherpreise im April um 1,7 Prozent zu. Auch dies ist mehr, als Ökonomen erwartet hatten.
Die italienische Inflationsrate liegt mit dem Anstieg erstmals seit etwa einem Jahr wieder über dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank. Die Notenbank strebt auf mittlere Sicht eine Rate von zwei Prozent für den gesamten Währungsraum an. Zeitgleich zu den italienischen Daten hat das europäische Statistikamt Eurostat für die Eurozone eine Inflationsrate von 3,0 Prozent im April gemeldet./jkr/jsl/jha/
AXC0221 2026-04-30/11:30