Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise steigen weiter deutlich an / Brent-Preis klettert um drei Prozent auf 114,54 Dollar - Trump droht dem Iran erneut
Der Ölpreis hat am Mittwoch nach einem verhaltenen Handelsstart deutlich zugelegt. Angesichts neuer Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni um 2,95 Prozent auf 114,54 US-Dollar. Damit erreichte der Ölpreis das Niveau von Ende März. Die US-Sorte WTI kletterte um 3,7 Prozent auf 103,45 Dollar hoch.
Kurz zuvor hatte Trump in einem aktuellen Social-Media-Beitrag angesichts der schleppenden Verhandlungsfortschritte im Nahost-Krieg offenbar erneut Drohungen gegen den Iran ausgesprochen. Die Nachricht verstärkte die aktuellen Sorgen um die Versorgungssicherheit mit Rohöl.
Bereits vorher hatten die USA signalisiert, dass sie an der Seeblockade iranischer Häfen festhalten würden, um Teherans Ölexporte zu unterbinden und das Land an den Verhandlungstisch zurückzubringen. Vermittler in Pakistan gingen inzwischen davon aus, dass Teheran in den nächsten Tagen einen überarbeiteten Vorschlag vorlegen werde, berichtete der Fernsehsender CNN.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist weiter gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Dienstag 109,44 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Montag hatte der Preis 107,62 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis verlor wieder etwas. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.565,72 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,6 Prozent weniger als zuletzt.
ste/moe