VW-Lkw-Holding Traton schlägt sich besser als befürchtet - Aufträge ziehen an
Die VW-Nutzfahrzeugtochter Traton
hat im ersten Quartal im Tagesgeschäft besser
abgeschnitten als gedacht. Das um Sondereffekte bereinigte operative
Ergebnis sank zwar um rund zehn Prozent auf 582 Millionen Euro, wie
das MDax-Unternehmen am Mittwoch in München mitteilte.
Analysten hatten aber einen deutlicheren Dämpfer befürchtet.
Zollkosten in den USA federte Traton mit geringeren Fixkosten ab.
Die bereinigte Marge fiel mit 5,7 Prozent 0,4 Prozentpunkte geringer
aus als ein Jahr zuvor. Der Umsatz ging um vier Prozent auf 10,2
Milliarden Euro zurück, vor allem weil der Absatz wie bereits
bekannt um sechs Prozent geschrumpft war. Mit dem um 18 Prozent auf
87.775 Fahrzeuge anziehenden Auftragseingang sieht der Anbieter mit
den Marken Scania, MAN, International und VW Truck & Bus aber wieder
besseren Zeiten entgegen.
"Wir begegnen dem anhaltend schwierigen Marktumfeld weiterhin mit
strikter Kostendisziplin", verwies Finanzchef Michael Jackstein auf
die laufenden Sparprogramme. Dafür fielen aber Sonderbelastungen an,
die in den bereinigten Kennzahlen ausgeklammert wurden. Traton
bezifferte diese auf 521 Millionen Euro. Der Konzern hatte bereits
in Aussicht gestellt, dass für einen Stellenabbau in den USA sowie
einen Geschäftsverkauf dort Einmalkosten anfallen würden. Die
Jahresprognose bestätigte das Management./men/stk