Wacker Chemie erwartet in kommenden Monate keine Trendwende
Der Chemiekonzern Wacker rechnet
auch in den kommenden Monaten mit schwacher Nachfrage. Mit Blick auf
den weiteren Jahresverlauf sei bislang keine Trendwende abzusehen,
sagte Chef Christian Hartel am Mittwoch laut Mitteilung in München.
"Die Nachfrage in vielen unserer Abnehmerbranchen ist weiterhin
schwach. Dazu kommen die Effekte aus dem Konflikt im Nahen Osten.
Die Verwerfungen auf den Energie- und Rohstoffmärkten haben zu
deutlich erhöhten Kosten für Energie, Rohstoffe und Logistik
geführt". Wacker Chemie hatte bereits Mitte April vorläufige Zahlen
für das abgelaufene Quartal vorgelegt. Diese wurden nun bestätigt,
ebenso wie die Jahresziele.
Demnach sank der Umsatz um knapp 5 Prozent auf gut 1,4 Milliarden
Euro. Davon blieben vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda)
knapp 173 Millionen Euro und damit im Jahresvergleich 45 Prozent
mehr, auch weil es dem MDax-Unternehmen gelang, die
höheren Rohstoff- und Energiekosten an die Kunden weiterzugeben.
Unterm Strich schrieb Wacker etwas mehr als 15 Millionen Euro
Gewinn, nach einem Verlust von gut 3 Millionen Euro ein Jahr
zuvor./lew/stk