Devisen (Früh) - Euro verliert gegenüber dem US-Dollar / Euro sinkt auf 1,688 US-Dollar unter die 1,70-Grenze - Weiteres Abrutschen ist nicht ausgeschlossen - Nahost-Konflikt wirkt belastend
Der Euro ist am Dienstag im frühen europäischen Handel unter die 1,17 US-Dollar-Grenze gerutscht. Mit 1,688 US-Dollar lag er etwa 0,2 Prozent unter dem Vortageswert. Die Verhandlungen zwischen Iran und den USA stocken weiter und belasten den Euro.
Indikatoren wie Stochastic und MACD haben bereits an Schwung verloren und erneute Rücksetzer sollten nicht ausgeschlossen werden, meinten dementsprechend die Helaba-Analysten. "Sollte Hürden wie 1,1825 und 1,1849 US-Dollar nicht durchbrochen werden, eröffnet sich Potenzial bis 1,1578 (61,8 %) oder sogar bis 1,1505 (Tief von Anfang April), schreiben die Experten.
Im Nahost-Konflikt har der Iran einen neuen Verhandlungsvorschlag vorgelegt. US-Präsident Donald Trump zeigte sich demgegenüber skeptisch, lehnte ihn aber noch nicht dezidiert ab. Er hege Zweifel an der Aufrichtigkeit der iranischen Führung, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Diese Woche ist die Woche der Zinsentscheide. Heute war bereits die japanische Notenbank dran, die den ihren Leitzins trotz der wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges nicht änderte. Die Währungshüter ließen ihn am Dienstag - wie von den meisten Analysten erwartet - unverändert bei 0,75 Prozent, signalisierten aber eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in den kommenden Monaten.
moe/ste
ISIN EU0009652759 EU0009652759