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Iran wirft den USA wegen der Seeblockade Piraterie vor

Angesichts der US-Seeblockade gegen den Iran wirft die Regierung in Teheran den Vereinigten Staaten Piraterie vor. "Dies ist die unverhohlene Legalisierung von Piraterie und bewaffnetem Raub auf hoher See", schrieb der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, auf der Plattform X. Das US-Militär hatte zuletzt sanktionierte iranische Öltanker auf hoher See abgefangen. Baghai kritisierte, es handle sich um eine "Rückkehr der Piraten - nur dass sie heute mit staatlich ausgestellten Vollmachten operieren".

Während die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über eine dauerhafte Beilegung des Konflikts stocken, will Washington die Führung in Teheran mittels einer Seeblockade wirtschaftlich in die Knie zwingen. Das US-Militär stoppt dafür Schiffe, die einen iranischen Hafen ansteuern oder aus einem solchen auslaufen. Damit soll der Iran unter anderem von den Einnahmen des Ölexports abgeschnitten werden.

Teheran wiederum blockiert weiterhin die strategisch wichtige Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr. Die Meerenge ist unter anderem für den Transport von Öl und Gas aus den Staaten des Persischen Golfs von entscheidender Bedeutung für die Weltwirtschaft./dde/DP/zb

AXC0029 2026-04-28/06:14

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