ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Schwächelnder Dax hält sich über 24.000 Punkte
Stockende Verhandlungen zwischen den USA und
dem Iran haben den Dax am Montag leicht in die Verlustzone gedrückt.
Die Marke von 24.000 Punkten hielt jedoch.
Weder aus Washington noch aus Teheran kamen zu Wochenbeginn
offizielle diplomatische Signale. Die Ölpreise stiegen wieder. "Der
Großteil der Anleger wartet ab und fokussiert sich auf nur wenige
Unternehmen", kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker
CMC Markets das Börsengeschehen hierzulande. "Alles in allem aber
überwiegt die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Krieges und
stützt die europäischen Aktienmärkte."
Der Dax verlor nach anfänglichen Gewinnen letztlich
0,19 Prozent auf 24. 083,53 Punkte und knüpfte damit an seinen
Verlust aus der vergangenen Woche von etwas mehr als zwei Prozent
an. Der MDax mit den mittelgroßen Werten legte um
0,37 Prozent auf 30.362,01 Zähler zu.
Europaweit und in den USA wurden ebenfalls, ähnlich wie im Dax,
moderate Verluste verbucht. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
sank um 0,39 Prozent auf 5.860,32 Punkte. Außerhalb
der Euro-Region schwächelte der britische FTSE 100 .
Der schweizerische SMI hielt sich minimal unter dem
Freitagsschluss. Kleinere Verluste verbuchten außerdem der
Wall-Street-Index Dow Jones Industrial und die
technologielastige Nasdaq-Börse.
Während die Aktien des Energietechnikunternehmens Siemens Energy
nach einem Rekordhoch am Freitag mit minus 5,4
Prozent Schlusslicht im Leitindex waren, legten die Anteilsscheine
von Siemens an der Dax-Spitze um 3,6 Prozent zu. Im
bisherigen Jahresverlauf bedeutet das für die Aktie des
Technologie-Unternehmens ein Plus von etwas mehr als 5 Prozent. Dass
sich der Siemens-Kurs seit dem Auftakt 2026 schwächer als die Kurse
der Konkurrenz entwickelt hat, hält Analyst Alasdair Leslie von
Bernstein Research für ungerechtfertigt. Er sieht das Papier in den
kommenden Monaten vor einer Neubewertung und verwies zudem auf
Spielraum für weitere Aktienrückkäufe.
Zu den Top-Werten im Dax gehörten auch die Commerzbank-Papiere
. Nach einer viertägigen Verlustserie verhalf ihnen
eine Kaufempfehlung der Bank of America zu einem Kursgewinn von 2,4
Prozent. Analyst Tarik El Mejjad begründete die Hochstufung von
"Neutral" auf "Buy" mit der Attraktivität der Aktie, auch unabhängig
von einer möglichen Übernahme durch Unicredit . Dabei
verwies er auf das überdurchschnittliche Gewinnwachstum je Aktie.
Gut aufgenommene Quartalszahlen des Windturbinen-Herstellers Nordex
trieben dessen Aktie auf das höchste Niveau seit dem
Jahr 2002. Mit plus 5,7 Prozent beendete das Papier den Tag und
baute sein bisheriges Jahresplus auf 63 Prozent aus. Analysten
zeigten sich beeindruckt von der Geschäftsentwicklung. Die
Profitabilität habe die Erwartungen klar übertroffen und der
Auftragsbestand liege auf Rekordniveau, kommentierte etwa Richard
Dawson von der Berenberg Bank.
Südzucker gaben im Nebenwerte-Index SDax
um 0,2 Prozent nach und reagierten damit kaum auf
vorläufige Geschäftsjahreszahlen und die bestätigten Ziele für
2026/27. Die Erwartungen seien insgesamt erfüllt worden, sagte ein
Händler./ck/he