Wiener Börse (Nachmittag) - ATX weiter auf Erholungskurs / Heimischer Leitindex mit 0,54 Prozent im Plus - Hoffen auf Entspannung im Iran-Krieg
Die Wiener Börse hat sich am Montagnachmittag weiterhin am Weg der Erholung gezeigt. Der heimische Leitindex ATX konnte sich gegen 14.15 Uhr um 0,54 Prozent steigern und notierte bei 5.784,85 Zählern. Der breiter gefasste ATX Prime legte um 0,51 Prozent auf 2.863,45 Punkte zu.
Auch das europäische Umfeld präsentierte sich vorwiegend im grünen Bereich. Marktbeobachter verwiesen auf Unterstützung von der Nachricht der US-amerikanischen Nachrichten-Website Axios, dass der Iran den Vereinigten Staaten ein neues Angebot für die Öffnung der Meeresstraße von Hormuz vorgeschlagen hat. Zudem befindet sich der iranische Außenminister Abbas Araqchi für Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über ein Ende des Iran-Krieges in Sankt Petersburg. Die iranische Nachrichtenagentur ISNA berichtete, bei Araqchis Gesprächen mit russischen Regierungsvertretern gehe es um "den Stand der Verhandlungen, die Waffenruhe und damit zusammenhängende Entwicklungen".
Die Meldungslage zu den heimischen Unternehmen gestaltete sich weiterhin sehr dünn. Datenseitig hat es die verkürzte Handelswoche in sich, hieß es in dem Helaba-Kommentar. Es finden sich wichtige Konjunktur- und Inflationszahlen sowie zahlreiche Notenbanksitzungen auf der Agenda. Den Reigen der Zentralbanksitzungen mit ihren Zinsentscheidungen eröffnet die Bank of Japan am Dienstag. Am Mittwoch folgen die Notenbanken aus den USA (Fed) und Kanada. Für Donnerstag sind dann die Sitzungen der Europäischen Zentralbank und der Bank of England anberaumt.
Bei der Fed zeichne sich eine unveränderte Zinspolitik ab, schrieben die Experten der Helaba. Etwas anders ist die Situation den Experten zufolge bei der EZB, die wegen der Verfehlung des Inflationsziels zunehmend unter Druck gerate. Handlungsbereitschaft werde zwar signalisiert, viele Notenbank-Vertreter wollten aber nicht voreilig sein und zunächst weitere Daten abwarten.
Zu den größten Gewinnern unter den heimischen Einzelwerten zählten am Nachmittag die Anteilsscheine von Austriacard mit plus 6,5 Prozent. FACC zogen um 5,1 Prozent an und SBO konnten 2,2 Prozent auf 37,70 Euro gewinnen. Der Analyst Alexander Zienkowicz von MWB Research beließ die Anlageempfehlung bei "Hold" sowie das Kursziel für den Ölfeldausrüster nach einer Präsentation der SBO-Pläne bei 39,00 Euro. "Insgesamt bestätigte die Präsentation unsere Einschätzung, dass SBO den aktuellen Zyklus gut meistert und gleichzeitig zusätzliche langfristige Wachstumstreiber entwickelt", hieß es.
Unter den Indexschwergewichten verbesserten sich Wienerberger um 2,3 Prozent. BAWAG stiegen um 2,1 Prozent und Andritz legten 0,6 Prozent zu. Fester zeigten sich auch voestalpine mit einem Kursanstieg um 1,1 Prozent, sowie Erste Group mit plus 0,5 Prozent.
AT&S korrigierten nach den zuletzt deutlichen Aufschlägen um 2,4 Prozent nach unten. Am Freitag hatten die Titel des Chip-Zulieferers mit einem Zuwachs von 9,4 Prozent ein weiteres Rekordhoch erreicht. Die Aktien von Bajaj Mobility verloren 3,2 Prozent. Agrana lagen mit 3,4 Prozent im Minus.
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