Wiener Börse (Mittag) - ATX mit plus 0,5 Prozent freundlich / Mehrheitlich positives Umfeld - Hoffnung auf Entspannungssignale im Nahost-Krieg
Die Wiener Börse hat sich am Montag zu Mittag weiterhin von ihrer freundlichen Seite präsentiert. Der heimische Leitindex ATX konnte sich gegen 12.00 Uhr um 0,51 Prozent steigern und notierte bei 5.782,90 Zählern. Der breiter gefasste ATX Prime legte um 0,50 Prozent auf 2.862,99 Punkte zu.
Nach guten Vorgaben der Übersee-Märkte zeigte sich auch das europäische Umfeld überwiegend im grünen Bereich. Marktbeobachter verwiesen auf Unterstützung von der Nachricht der US-amerikanischen Nachrichten-Website Axios, dass der Iran den Vereinigten Staaten ein neues Angebot für die Öffnung der Meeresstraße von Hormuz vorgeschlagen hat.
Die Meldungslage zu den heimischen Unternehmen gestaltete sich weiterhin sehr dünn. Datenseitig hat es die verkürzte Handelswoche in sich, hieß es in dem Helaba-Kommentar. Es finden sich wichtige Konjunktur- und Inflationszahlen sowie zahlreiche Notenbanksitzungen auf der Agenda. Den Reigen der Zentralbanksitzungen mit ihren Zinsentscheidungen eröffnet die Bank of Japan am Dienstag. Am Mittwoch folgen die Notenbanken aus den USA (Fed) und Kanada. Für Donnerstag sind dann die Sitzungen der Europäischen Zentralbank und der Bank of England anberaumt.
Bei der Fed zeichne sich eine unveränderte Zinspolitik ab, schrieben die Experten der Helaba. Etwas anders ist die Situation den Experten zufolge bei der EZB, die wegen der Verfehlung des Inflationsziels zunehmend unter Druck gerate. Handlungsbereitschaft werde zwar signalisiert, viele Notenbank-Vertreter wollten aber nicht voreilig sein und zunächst weitere Daten abwarten.
Zu den größten Gewinnern unter den heimischen Einzelwerten zählten zu Mittag die Anteilsscheine von Austriacard mit plus 6,5 Prozent. FACC zogen um 4,3 Prozent an und SBO konnten 2,3 Prozent gewinnen.
Unter den Indexschwergewichten verbesserten sich Wienerberger um 2,4 Prozent. BAWAG stiegen um 1,7 Prozent und Andritz legten 0,6 Prozent zu. Fester zeigten sich auch voestalpine mit einem Kursanstieg um gut ein Prozent, sowie Erste Group mit plus 0,6 Prozent.
AT&S korrigierten nach den zuletzt deutlichen Aufschlägen um 3,4 Prozent nach unten. Am Freitag hatten die Titel des Chip-Zulieferers mit einem Zuwachs von 9,4 Prozent ein weiteres Rekordhoch erreicht.
ger/moe
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