Devisen (Früh) - Euro wenig verändert bei 1,1719 US-Dollar / Wichtige Konjunktur- und Inflationszahlen sowie Notenbanksitzungen im Wochenverlauf auf der Agenda
Der Euro hat sich am Montag im frühen europäischen Handel nur wenig verändert gegenüber dem US-Dollar präsentiert. Die Gemeinschaftswährung notierte gegen 8.30 Uhr bei 1,1719 Dollar. In New York wurde die Gemeinschaftswährung zuletzt bei 1,1718 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Richtkurs des Euro am Freitag mit 1,1712 Dollar ermittelt.
Die letzte Handelswoche war beim Euro im Verhältnis zum US-Dollar geprägt von einer Abschwächung, hieß es in einem Helaba-Kommentar. Vom Impulshoch bei 1,1849 hat der Kurs nachgegeben und ist in die Unterstützungszone um 1,1700 gesunken, ohne diese, bestehend aus den gleitenden Durchschnitten, vollständig zu durchbrechen.
Die verkürzte Handelswoche hat es in sich. Es stehen wichtige Konjunktur- und Inflationszahlen an sowie zahlreiche Notenbanksitzungen. Geldpolitische Veränderungen wird es wohl nicht geben, kommentierten die Helaba-Experten weiter. Bei der FOMC-Sitzung am Mittwoch zeichnet sich eine unveränderte Zinspolitik ab. Die Mehrheit der Notenbanker, einschließlich Fed Präsident Powell, will wegen des kriegsbedingten Inflationsanstiegs vorerst auf Zinssenkungen verzichten.
Etwas anders ist die Situation bei der Europäischen Zentralbank (Zinsentscheidung am Donnerstag), die wegen der Verfehlung des Inflationsziels zunehmend unter Druck gerät. Handlungsbereitschaft wird zwar signalisiert, viele EZB-Vertreter wollen aber nicht voreilig sein und zunächst weitere Daten abwarten.
Angesichts des Krieges im Iran und seiner Folgen auch für die Geldbeutel der Menschen sinkt die Kauflust in Deutschland immer weiter, wurde heute früh bekannt. Das Konsumklima ist der neuesten Studie der Institute NIM und GfK zufolge zuletzt erneut abgesackt. Die Einkommenserwartungen sind förmlich eingebrochen und erreichen den niedrigsten Wert seit Februar 2023. Die Bereitschaft, für größere Anschaffungen Geld auszugeben, ging zum dritten Mal in Folge zurück und erreichte den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Die Konjunkturerwartungen fielen auf ein Niveau wie vor Beginn des Ukraine-Krieges. Die Sparneigung gab allerdings ebenfalls leicht nach.
ger/moe
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