dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende
Sky: Eon kurz vor Übernahme von Ovo Energy
LONDON - Der Energiekonzern Eon befindet sich einem
Pressebericht zufolge in fortgeschrittenen Gesprächen über den Kauf
von Ovo Energy. Die Struktur des möglichen Geschäfts sei unklar,
berichtete der Nachrichtensender Sky am Samstag unter Berufung auf
Industriekreise. Zwar stünden die Unternehmen kurz vor einer
Vereinbarung, ein Scheitern sei aber noch möglich. Ebenfalls unklar
sei, ob andere Unternehmen weiterhin Interesse an dem sich im
schwierigen Fahrwasser befindlichen britischen Energieversorger
hätten.
Mutares muss länger auf Amaneos-Ausstieg warten
MÜNCHEN - Die Beteiligungsgesellschaft Mutares dürfte
in diesem Jahr noch am Autozulieferer Amaneos festhalten. "Wir sind
vom Bauchgefühl noch ein gutes Jahr bis zwei Jahre von einem Exit
entfernt", sagte Vorstandsmitglied Johannes Laumann der "Frankfurter
Allgemeinen Zeitung" (Montagausgabe). Im Großteil sei man zwar mit
der Entwicklung zufrieden, an einer Stelle laufe es aber nicht gut.
Durch eine Reihe von Makrofaktoren sei Amaneos "nicht so schnell
vorangekommen, wie ich das vielleicht vor zwei, drei Jahren erwartet
hätte", sagte Laumann weiter. Nun steige auch noch der Ölpreis an,
was Kunststoffe verteuere.
ROUNDUP/1.000 Heimspiel, 600. Sieg: BVB macht Champions League klar
DORTMUND - Diesen Jubel der glücklichen Fans hatten sich die Profis
von Borussia Dortmund redlich verdient. Im 1000.
Bundesliga-Heimspiel der Clubgeschichte hat sich der BVB gegen den
desolaten SC Freiburg zum elften Mal in Serie die
Champions-League-Qualifikation vorzeitig gesichert. Nach zuvor zwei
Niederlagen am Stück fertigten die Gastgeber die Breisgauer ohne
Mühe mit 4:0 (3:0) ab. Gleichzeitig war es der 600. Heimsieg in der
Bundesliga für die Westfalen.
ROUNDUP: Bafin untersagt Unicredit kritische Werbung zu Commerzbank
FRANKFURT/BONN - Die deutsche Finanzaufsicht greift bei einer
Kampagne der Unicredit im Übernahmekampf um die
Commerzbank ein. Die Bafin untersagte der
italienischen Großbank Werbeanzeigen zulasten der Commerzbank, die
sie in sozialen Medien veröffentlicht hatte. Die Werbung wurde als
unzulässig eingestuft.
ROUNDUP: Tesla sieht Trendwende - Experte geht von Einmaleffekt aus
GRÜNHEIDE - Der US-Elektroautobauer Tesla sieht für
die Fabrik in Grünheide bei Berlin angesichts steigender Nachfrage
eine Trendwende - dagegen spricht Branchenexperte Ferdinand
Dudenhöffer von einem "Einmaleffekt" und zeigt sich skeptisch. Das
gilt auch für den Ausbau des einzigen Autowerks von Tesla-Chef Elon
Musk in Europa.
Lies sieht Standortgarantie für VW-Werk in Emden
EMDEN - Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies geht nach eigenem
Bekunden fest von einer Zukunft des VW -Werkes im
ostfriesischen Emden aus. In einer Diskussionsrunde während der
Jubiläumsfeier zum 40-jährigen Bestehen der Emder Kunsthalle sagte
der SPD-Politiker auf die Frage des Moderators, ob es eine
Standortgarantie für VW in Emden gäbe: "Ja, die gibt es. Es gibt
keine Alternative", sagte der Regierungschef, der auch im
Aufsichtsrat des Autobauers sitzt. Bei VW in Emden arbeiten rund
7.700 Beschäftigte, es ist der wichtigste industrielle Arbeitgeber
in Ostfriesland.
Presse: Größte Raiffeisenbank Österreichs soll entstehen
WELS/GUNSKIRCHEN - Die Raiffeisenbank Wels und die Raiffeisenbank
Gunskirchen in Oberösterreich stehen Medien zufolge kurz vor einer
Fusion. Laut der "OÖN" vom Samstag sind sich die Vorstände und
Aufsichtsräte einig. Die Entscheidung über den Zusammenschluss soll
auf den jeweiligen Generalversammlungen der Genossenschaften Ende
Mai erfolgen. Durch die Fusion würden die beiden Banken mit einer
Bilanzsumme von 2,57 Milliarden Euro zur größten Raiffeisenbank
Österreichs werden.
Google steckt bis zu 40 Milliarden Dollar mehr in Anthropic
SAN FRANCISCO - Nach Amazon festigt auch Google
mit einer weiteren Milliarden-Investition die Allianz
mit dem OpenAI-Rivalen Anthropic. In einem ersten Schritt investiert
der Internet-Riese zehn Milliarden Dollar (rund 8,5 Mrd Euro), wie
Anthropic mitteilte.
BERLIN/SCHÖNEFELD - Der Flughafenverband sieht in der Ankündigung
der drastischen Reduzierung des Flugangebots von Ryanair
am Hauptstadtflughafen BER ein Alarmsignal.
"Deutschland schaut nach der Ryanair-Ankündigung auf den Flughafen
BER, aber eigentlich ist es keine Entscheidung gegen Berlin, sondern
gegen den Luftverkehrsstandort Deutschland insgesamt", sagte
Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.
ROUNDUP: Bahn-Fahrpreise im Fernverkehr bleiben bis 2027 stabil
BERLIN - Fahrgäste der Deutschen Bahn bleiben in den nächsten zwölf
Monaten von Preiserhöhungen im Fernverkehr verschont. "Vom 1. Mai an
halten wir die Preise für ICE-Tickets ein Jahr lang stabil",
kündigte Bahnchefin Evelyn Palla in der "Bild am Sonntag" an.
Bereits im vergangenen Jahr war die übliche Fahrpreiserhöhung im
Dezember ausgefallen.