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Aktien Wien Schluss: Nahost-Sorgen und Dividenden belasten ATX

An der Wiener Börse haben sich die Anleger vor dem Wochenende nicht mehr aus der Deckung gewagt. Sie blicken weiterhin mit Sorge auf die Lage am Persischen Golf, wo keine baldige Lösung absehbar ist.

Der ATX fiel am Freitag um 1,03 Prozent auf 5.753,83 Punkte. Neben dem anhaltenden Sorgenfaktor Naher Osten wurde das Börsenbarometer auch von Dividendenabschlägen der BAWAG und der Österreichischen Post belastet. Der ATX Total Return, in dem Ausschüttungen berücksichtigt werden, gab moderat um 0,3 Prozent nach. Für den ATX Prime ging es um 1,01 Prozent auf 2.848,78 Zähler hinab. Im europäischen Umfeld verlief das Geschäft ebenfalls verhalten.

Auf Wochensicht verbuchte der heimische Leitindex einen Verlust von 3,4 Prozent. In der Vorwoche hatte er noch bei 5.972 Punkten ein neues Allzeithoch markiert, bevor mit dem Ausbleiben von Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran wieder Ernüchterung einkehrte.

Dass Irans Außenminister Abbas Araqchi zu Gesprächen nach Islamabad reisen will, sorgte am Freitagnachmittag nur kurz für Erleichterung. Demnach stehen lediglich Gespräche mit pakistanischen Vertretern an; ein Treffen mit US-Vertretern ist laut pakistanischen Sicherheitskreisen nicht geplant. Entsprechend überwog am Markt die Zurückhaltung, zumal die USA ihre Militärpräsenz in der Region weiter aufgestockt haben. Der Ölpreis für die Nordseesorte Brent verharrt mit rund 106 US-Dollar je Fass auf dem höchsten Niveau seit Anfang April.

Ganz vorne im österreichischen Leitindex schlossen die AT&S-Papiere mit einem Zuwachs von 9,4 Prozent, womit die Titel des Chip-Zulieferers ein weiteres Rekordhoch erreichten. Nachdem die starke Kursrally zuletzt ins Stocken geraten war, brachte nun ein erfreulicher Quartalsbericht des US-Kunden Intel frischen Rückenwind. Seit Jahresbeginn hat sich der AT&S-Kurs bereits verdreifacht.

Moderatere Zuwächse verzeichneten die Versorgeraktien. Schwäche zeigten dagegen die energieintensiven Industrietitel, wobei voestalpine um 3,3 Prozent absackten. BAWAG und Österreichische Post lagen mit Abschlägen von 5,4 respektive sechs Prozent am unteren ATX-Ende. Beide Titel gaben dabei etwas stärker nach als durch den Dividendenabschlag begründet.

SBO legten um 0,7 Prozent auf 36,90 Euro zu. Die Analysten der Wiener Privatbank haben ihr Kursziel (fairer Wert) für die Aktien von 40,5 auf 45,10 Euro angehoben und das "Kaufen"-Votum bestätigt. Im erwartungsgemäß schwachen Schlussquartal habe der Auftragseingang einen Lichtblick gebracht, so Analyst Nicolas Kneip./spa/ste/APA/nas

 ISIN  AT0000999982

AXC0263 2026-04-24/18:13

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