Aktien Frankfurt: Dax moderat im Plus zum Ende einer schwachen Woche
Bei zuletzt wieder etwas gesunkenen Ölpreisen
hat der Dax am Freitagnachmittag moderate
Kursaufschläge verbucht. Meldungen, wonach sich der iranische
Außenminister auf dem Weg in die pakistanische Hauptstadt Islamabad
befinden soll, nährten Hoffnungen auf neue Verhandlungen zwischen
den USA und dem Iran und stützten auch den hiesigen Aktienmarkt.
Der Dax gewann zuletzt 0,18 Prozent auf 24.200 Punkte, steuert damit
auf Wochensicht allerdings auf ein Minus von 2 Prozent zu. Der Preis
für Öl der Nordseesorte Brent bleibt zudem mit um 104 US-Dollar je
Fass klar über der 100-Dollar-Marke.
Der MDax mit den mittelgroßen Werten sank am Freitag
um 1,13 Prozent auf 30.504 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx
50 legte um 0,1 Prozent zu.
Die Geschäftszahlen von SAP konnten Anleger etwas
beruhigen. Der aus Cloudverträgen in den nächsten zwölf Monaten zu
erwartende Umsatz (current cloud backlog - CCB) sei besser als
erwartet gewesen, urteilten Analysten. SAP sind mit einem Abschlag
von fast 29 Prozent mit Abstand schwächster Dax-Wert 2026. Am Vortag
hatten sie sich mit einem Minus von mehr als 6 Prozent noch ihrem
Jahrestief genähert. Nun legten sie um 5,8 Prozent zu.
Der Energietechnikkonzern Siemens Energy wird nach
der positiven Entwicklung im ersten Geschäftshalbjahr und der
starken Marktnachfrage optimistischer für das Gesamtjahr. Die
Papiere gewannen auf Rekordniveau zuletzt 2,9 Prozent. Siemens
Energy sind im Dax im Jahr 2026 bislang der stärkste Wert mit einem
Zuwachs von weit mehr als die Hälfte.
Die UBS stufte MTU auf "Sell" ab. Darauf reagierten
die Anteile des Triebwerkherstellers mit einem Minus von 3,4
Prozent. Von den drei führenden Triebwerkherstellern sei bei MTU das
Risiko für eine harte Landung am größten, wenn der Wind im
Ersatzteil- und Servicegeschäft drehe, schrieb Analyst Ian
Douglas-Pennant.
Nach vorläufigen Quartalszahlen brachen die Aktien von Jungheinrich
um mehr als 13 Prozent ein. Der Spezialist für
Lagerlogistik stellte die Anleger auf einen Einbruch des operativen
Ergebnisses (Ebit) auf fast die Hälfte des Vorjahres ein. Ende März
hatte Jungheinrich am Markt bereits mit den Zielen für 2026
enttäuscht.
Der Softwareanbieter Atoss Software rechnet im
laufenden Jahr mit einer höheren Profitabilität. Die im
Nebenwerteindex SDax notierten Papiere gewannen gut 7
Prozent./ajx/jha/