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Zahl antisemitischer Vorfälle erreichte neuen Höchststand
Wien - Die Zahl der antisemitischen Vorfälle hat im Vorjahr einen neuen Höchststand erreicht. Die Antisemitismus-Meldestelle der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) registriert 2025 laut Jahresbericht 1.532 antisemitische Vorfälle in Österreich. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein - wenn auch minimaler - neuerlicher Anstieg (+12). Im Durchschnitt seien das mehr als vier Vorfälle pro Tag, so der IKG-Präsident Oskar Deutsch bei der Präsentation des Berichts am Donnerstag.
E-Control: OMV muss Spritpreisbremse weiterhin umsetzen
Wien - Die OMV hat sich bisher an die Verordnung zur Senkung der Treibstoffpreise gehalten und muss das auch künftig tun - diese umstrittene Frage hat die E-Control nun geklärt. Die heimischen Autofahrerinnen und Autofahrer hätten "von der geltenden Margendämpfung durchgehend profitiert", teilte die Energie-Regulierungsbehörde am Donnerstag mit. Die OMV hatte mit ihrer Ankündigung für Aufregung gesorgt, ihre Treibstoffpreise nicht um die geforderten 5 Cent pro Liter zu senken.
UNO: Iran-Krieg treibt über 30 Millionen Menschen in Armut
Bangkok/Beirut - Der Krieg Israels und der USA gegen den Iran wird nach Einschätzung der Vereinten Nationen weltweit über 30 Millionen Menschen in die Armut treiben. Grund dafür seien vor allem Engpässe bei Kraftstoff und Düngemitteln, sagte der Chef des UNO-Entwicklungsprogramms (UNDP), Alexander De Croo, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Blockade von Frachtschiffen in der Straße von Hormuz im Zuge des Kriegs habe die landwirtschaftliche Produktivität bereits verringert.
Tauziehen um Frachtschiffe in Straße von Hormuz geht weiter
Teheran - US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben am Donnerstag im Indischen Ozean ein Schiff mit iranischem Öl an Bord aufgebracht. Das Schiff "M/T Majestic X" sei sanktioniert und staatenlos gewesen. Am Mittwoch hatte der Iran nach eigenen Angaben zwei Frachtschiffe gekapert. Trotz der US-Seeblockade sollen 34 sanktionierte Tanker oder Tanker mit Verbindungen zum Iran die Straße von Hormuz durchquert haben. US-Präsident Trump sagte hingegen, die Meerenge sei "dichtgemacht".
Verhandlungsrunde zur Gesundheit im Parlament
Wien - Bund, Länder und Sozialversicherung verhandeln am Donnerstag im Parlament einmal mehr über Reformen im Gesundheitsbereich. Im Gespräch sind verschiedene Varianten zur Neuordnung der Finanzierung, Steuerung und Planung. Ein Ergebnis wird noch nicht erwartet, es soll erst Ende Juni vorliegen. Die Gesundheit ist eines der vier Themen der Reformpartnerschaft. Weitere Untergruppen beschäftigen sich mit Bildung, Energie und Verfassungs-/Verwaltungsbereinigung.
Vor EU-Gipfel: Selenskyj begrüßt Beschlüsse für Ukraine
Nikosia - Die EU-Staats- und Regierungschefs kommen am Donnerstagabend und Freitag zu einem informellen EU-Gipfel in Zypern zusammen, um über die Auswirkungen des Iran-Kriegs zu beraten. Der Gipfel beginnt mit einem Abendessen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dieser war am Nachmittag in Zypern gelandet, und wird gute Nachrichten empfangen: Der von Ungarns Premier Viktor Orban blockierte 90-Milliarden-Euro-Kredit und das 20. Russland-Sanktionspaket sind beschlossen.
Asbest: Greenpeace-Kritik an Burgenland und Steiermark
Eisenstadt/Graz/St. Pölten - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat am Donnerstag die Reaktion des Burgenlands und der Steiermark auf ihre Asbestfunde kritisiert. Während Niederösterreich bereits an fast allen betroffenen Standorten gehandelt habe, hätten die anderen beiden Bundesländer kaum Maßnahmen gesetzt, hieß es in einer Aussendung. Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster forderte, das asbestbelastete Material fachgerecht zu entfernen.
Ex-Präsident der Philippinen kommt vor Weltstrafgericht
Den Haag/Manila - Der Internationale Strafgerichtshof (IstGH) hat den Weg freigemacht für einen Prozess gegen den Ex-Präsidenten der Philippinen, Rodrigo Duterte. Wie das Gericht in Den Haag mitteilte, haben die Richter einstimmig alle Anklagen wegen Mordes und versuchten Mordes bestätigt. Die Beweislage reiche für die Eröffnung des Hauptverfahrensfahrens aus. Dem 81-Jährigen werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit im staatlichen "Krieg gegen die Drogen" zur Last gelegt.
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red