Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mehrheitlich im Minus / Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe um 2 Basispunkte auf 3,30 Prozent gestiegen
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Donnerstagnachmittag mehrheitlich mit Kursverlusten gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe ist um 2 Basispunkte auf 3,30 Prozent gestiegen. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 28 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,06 Prozent auf 125,59 Punkte.
Weiterhin wird das Marktgeschehen vom Iran-Krieg bestimmt. US-Präsident Donald Trump gibt dem Iran Berichten zufolge nur noch wenige Tage Zeit für einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Teheran sieht sich jedoch mit der Blockade der für die Weltwirtschaft wichtigen Straße von Hormuz in einer Position der Stärke. Vermittlerstaaten, darunter die Türkei, Pakistan und Ägypten, bemühen sich nach Informationen des "Wall Street Journal" fieberhaft, ein neues Treffen der beiden Seiten zu arrangieren, möglicherweise für diesen Freitag.
Die USA wie auch der Iran warnten, dass sie bereit seien, die Kämpfe wieder aufzunehmen. Damit bleibt die Sorge präsent, dass die Ölpreise langfristig auf einem hohen Niveau bleiben und so die Inflation deutlich anheizen.
Konjunkturdaten aus der Eurozone wirkten sich unter dem Strich kaum aus. Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich im April wegen der Folgen des Iran-Kriegs weiter verschlechtert und deutet auf ein Ende des Wachstums hin. Vor allem hohe Öl- und Gaspreise sowie die Sorge vor möglichen Lieferengpässen lassen die Firmen pessimistischer in die Zukunft schauen.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,56 2,53 0,03 0 5 Jahre 2,83 2,81 0,02 12 10 Jahre 3,30 3,28 0,02 29 30 Jahre 3,86 3,86 0,00 32
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