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Goldpreis leidet unter Inflationssorgen - Silber ebenfalls unter Druck

Nach der leichten Erholung zur Wochenmitte ist der Goldpreis am Donnerstag wieder unter Druck geraten. An der Börse in London kostete eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) 4.703 US-Dollar und damit etwa 37 Dollar weniger als am Vortag.

Beim Silberpreis zeigte sich eine ähnliche Entwicklung: Zuletzt wurde eine Feinunze gut drei Prozent tiefer bei 75,28 Dollar gehandelt. Damit setzte auch der Preis für dieses Edelmetall seinen am Mittwoch unterbrochenen Abwärtstrend fort.

Angesichts anhaltend hoher Inflationsrisiken im Zuge des Iran-Krieges sind Gold und Silber bei Anlegern kaum gefragt. Insbesondere Gold kann im derzeitigen Umfeld kaum von seiner traditionellen Funktion als "Notanker" in wirtschaftlich schwierigen Zeiten profitieren.

Wegen der anhaltenden Blockade der für die Schifffahrt wichtigen Straße von Hormus besteht die Sorge, dass die Ölpreise für längere Zeit auf hohem Niveau notieren und so die Inflation anheizen könnten. In einem solchen Umfeld könnten sich die Notenbanken gezwungen sehen, die Zinsen anzuheben, was eine schlechte Nachricht für Anleger wäre. Denn Rohstoffe bieten keine laufenden Erträge in Form von Zinsen und sind damit gegenüber Anleihen im Nachteil.

Die Lage in Nahen Osten ist weiter angespannt. US-Präsident Donald Trump gibt dem Iran Berichten zufolge nur noch wenige Tage Zeit für einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Teheran sieht sich jedoch mit der Blockade der für die Weltwirtschaft wichtigen Straße von Hormus in einer Position der Stärke. Vermittlerstaaten, darunter die Türkei, Pakistan und Ägypten, bemühen sich nach Informationen des "Wall Street Journal" fieberhaft, ein neues Treffen der beiden Seiten zu arrangieren, möglicherweise für diesen Freitag.

"Der Edelmetallmarkt wird weiterhin von Vorsicht und Volatilität geprägt sein", sagte Rhona O'Connell, Leiterin der Marktanalyse für die Regionen Europa, Naher Osten, Afrika und Asien beim Finanzdienstleistungsunternehmen StoneX. Professionelle Handelshäuser zögerten angesichts der angespannten geopolitischen Lage weiterhin, große Positionen einzugehen./la/jkr/jha/

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AXC0191 2026-04-23/14:08

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