ROUNDUP: Renault steigert Umsatz trotz Problemen bei Dacia - Aktie legt zu
Der Autobauer Renault
Renault bekräftigte zudem sein Ziel für das Gesamtjahr, eine operative Marge von rund 5,5 Prozent zu erreichen. Der Konzern verwies dabei auf ein gut gefülltes Auftragsbuch und einen Anstieg der Verkäufe von Elektroautos.
Für die Aktie ging es zuletzt um 2,5 Prozent nach oben. Seit Jahresbeginn hat sie neun Prozent an Wert eingebüßt, in den vergangenen zwölf Monaten sogar 28 Prozent. Für Jose Asumendi von der US-Bank JPMorgan ist Renault gut ins Jahr gestartet und hat im Kerngeschäft die Markterwartungen übertroffen.
Im ersten Quartal gingen die Zulassungen des Konzerns um 3,3 Prozent
zurück, nachdem Logistikprobleme und schlechtes Wetter in der Straße
von Gibraltar insbesondere Dacia ausgebremst hatten. Im März hat bei
Dacia laut Mitteilung aber wieder eine Erholung eingesetzt. Auch
eine aggressive Preissetzung von Wettbewerbern wie Stellantis
Renault-Chef Francois Provost hat seit seinem Start vergangenen Juli mehrere Entscheidungen seines Vorgängers Luca de Meo rückgängig gemacht, auch als Reaktion auf die schleppende Nachfrage nach Elektroautos in Europa. Dazu gehörte die Rückabwicklung der Software- und Elektroeinheit Ampere, die zeitweise separat an die Börse gebracht werden sollte. Provost stoppte zudem einige Dacia-Investitionen, zog sich aus dem Langstrecken-Rennsport zurück und stellte mehrere Mobilitätsdienste ein.
Der Hersteller der Kleinwagen R5 und Clio will zudem weitere Kosten senken, um mögliche Auswirkungen der Krise im Nahen Osten auf Rohstoffe, Energie und Logistik abzufedern. Wie andere europäische Autobauer sieht sich Renault wachsendem Wettbewerb durch chinesische Hersteller wie BYD ausgesetzt.
Anfang des Monats hatte Renault Pläne bestätigt, in den kommenden zwei Jahren weltweit bis zu ein Fünftel der Ingenieurs-Stellen abzubauen. Allein in Frankreich könnten damit mehr als 1.100 Arbeitsplätze in der Produktentwicklung wegfallen, wie die Gewerkschaft CGT erklärte. Auch gibt es zunehmende Sorgen über eine mögliche Schließung eines Entwicklungsstandorts./err/lew/stk
ISIN FR0000131906
AXC0124 2026-04-23/10:54
Relevante Links: Renault S.A., Volkswagen AG, Stellantis N.V.