Wiener Börse - ATX verliert 0,7 Prozent / Europäisches Börsenumfeld ebenfalls im Minus - Zahlenvorlagen von Telekom Austria und EuroTeleSites
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Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch mit einer schwächeren Tendenz aus dem Handel verabschiedet. Der Leitindex ATX schloss mit minus 0,73 Prozent auf 5.809,61 Punkten. An den europäischen Leitbörsen gab es zur Wochenmitte Kursrückgänge zu sehen.
Die Finanzmärkte werden unverändert von den Meldungen zum Nahost-Konflikt und zur Straße von Hormuz beeinflusst, schrieben die Helaba-Analysten. Einmal dominieren Hoffnungen, dann wieder Enttäuschungen, und so bleibt die Nervosität laut Experten erhöht, auch weil die Friedensgespräche zwischen dem Iran und den USA noch in der Schwebe sind. Immerhin hat US-Präsident Trump den Waffenstillstand verlängert. Trotz des phasenweisen Optimismus an den Finanzmärkten wirken sich der Nahost-Konflikt und vor allem die Seeblockade negativ auf die Weltwirtschaft aus, hieß es weiter von den Analysten.
Mit Zahlenvorlagen rückten am heimischen Aktienmarkt Telekom Austria und EuroTeleSites ins Blickfeld. Zudem wurde die Aktie der Erste Group zur Wochenmitte ex Dividende gehandelt. Die Telekom Austria Gruppe hat dank starkem Wachstum in Ost- und Südosteuropa (CEE) im ersten Quartal mehr Umsatz und Gewinn verbucht. Auch die Zahl der Mobilfunkkunden legte deutlich zu. Die Telekom-Aktie reagierte mit plus 3,2 Prozent. Laut Analysten der Erste Group lagen die Zahlen für das abgelaufene Jahresviertel vom Umsatz- bis zum Ergebnisausweis über den Markterwartungen als auch über den eigenen Prognosen.
Die Telekom-Austria-Schwester EuroTeleSites, in der die Mobilfunkmasten gebündelt sind, steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 7,1 Prozent auf 72,5 Mio. Euro. Das EBITDA legte um 4,7 Millionen Euro auf 64,3 Mio. Euro zu. Mit der Inbetriebnahme von 42 neuen Standorten stieg die Gesamtzahl auf 13.837 Standorte. Hier zogen die Anteilsscheine zum Sitzungsende um 5,5 Prozent hoch. Der Umsatzausweis lag nach Einschätzung der Erste Group im Rahmen der Erwartungen, der Nettogewinn überraschte aber positiv. In diesem Sinne erwarteten die Analysten eine positive Marktreaktion mit steigendem Aktienkurs.
Die Papiere der Erste Group fielen um 0,9 Prozent bzw. 0,9 Euro. Als Dividende wurden 75 Cent je Aktie ausgeschüttet. Abwärts ging es auch mit den Branchenkollegen. Raiffeisen Bank International verbilligten sich um ein Prozent und die Aktionäre der BAWAG mussten ein Minus in Höhe von 2,5 Prozent verbuchen.
Die AT&S-Titel haben ihren jüngsten Höhenflug etwas eingebremst und fielen um 1,2 Prozent. Seit dem Jahresbeginn haben die Aktien des Leiterplattenherstellers in Summe bereits beachtliche etwa 174 Prozent gewonnen.
OMV-Papiere steigerten sich um 0,2 Prozent. Die rumänische OMV-Tochter Petrom und ihr Partner RNV Infrastructure beginnen mit dem Bau von drei Windparks mit einer Gesamtleistung von rund 300 Megawatt (MW). Die Stromproduktion der genehmigten Projekte soll ab dem ersten Halbjahr 2027 schrittweise anlaufen.
Die Papiere des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters SBO steigerten sich um 5,3 Prozent. Verbund-Anteilsscheine gewannen 1,6 Prozent. In einem schwachen Luftfahrt- und Reisesektor fielen FACC um 2,9 Prozent.
ste/spa
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