dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 22.04.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP: K+S erhöht nach gutem Quartal den Jahresausblick - Aktie
steigt
KASSEL - Der Düngerhersteller K+S blickt nach einem
überraschend guten ersten Quartal optimistischer auf das laufende
Jahr und erhöht seinen Ausblick für das operative Ergebnis. Nach
einem sehr guten Start des Streusalzgeschäfts zu Jahresbeginn sei
dieses auch in der zweiten Hälfte des Quartals besser als erwartet
verlaufen, teilte das MDax-Unternehmen am Mittwoch in
Kassel mit. Im Segment Landwirtschaft lagen die Absatzmengen und der
Durchschnittspreis demnach vor allem im März über den Erwartungen.
ROUNDUP: Iran-Krieg durchkreuzt Geschäftspläne der Tui - Aktie sackt
ab
HANNOVER - Der Krieg am Persischen Golf setzt dem Reiseveranstalter
Tui spürbar zu. Zwei dort wochenlang festsitzende
Kreuzfahrtschiffe sind zwar inzwischen wieder frei, doch gestiegene
Kosten und rückläufige Buchungszahlen dämpfen die Aussichten für die
wichtige Sommersaison. Tui-Chef Sebastian Ebel strich deshalb am
Mittwoch seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr
zusammen. Eine Umsatzprognose wagt er vorerst gar nicht mehr. An der
Börse kamen die Nachrichten schlecht an.
Boeing startet mit überraschend wenig Verlust ins Jahr
ARLINGTON - Der US-Flugzeugbauer Boeing ist nach
Jahren der Krise überraschend mit weniger Verlust ins Jahr
gestartet. Dank gestiegener Flugzeug-Auslieferungen fiel der Verlust
im ersten Quartal mit 7 Millionen US-Dollar (rund 6 Mio Euro)
geringer aus als die 31 Millionen Dollar ein Jahr zuvor, wie der
Konkurrent des weltgrößten Flugzeugherstellers Airbus
am Mittwoch in Arlington mitteilte. Boeing lieferte so viele Jets
aus wie in keinem ersten Quartal seit 2019. Danach hatten weltweite
Flugverbote für sein meistgefragtes Modell, Produktionsmängel und
Skandale den Konzern in eine Existenzkrise gestürzt.
ABB-Chef: Das meiste Geschäft wird sich durch Nahostkonflikt nicht
ändern
ZÜRICH - Der Technologiekonzern ABB hat seinen
Jahresausblick trotz Iran-Krieg erhöht. Der Nahostkonflikt dürfte
das weltweite Geschäft laut dem Management nach jetzigem Stand nicht
stark beeinträchtigen. "Die meisten Geschäfte außerhalb des Nahen
Ostens werden sich nicht ändern", sagte Unternehmenschef Morten
Wierod am Mittwoch in einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen.
Die Voraussetzung sei, dass der Ölpreis nicht das Doppelte oder
Dreifache erreiche.
Energietechnikkonzern GE Vernova wird optimistischer - Aktie
vorbörslich stark
CAMBRIDGE - Der US-Energietechnikkonzern GE Vernova
erhöht nach einem starken ersten Quartal seine Prognose für das
Gesamtjahr. Demnach dürfte der Umsatz 2026 bei 44,5 bis 45,5
Milliarden US-Dollar liegen, wie der Konkurrent von Siemens Energy
am Mittwoch in Cambridge mitteilte. Das sind jeweils
500 Millionen Dollar mehr als zuvor angepeilt. Die bereinigte Marge
auf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda)
soll 12 bis 14 Prozent erreichen und damit jeweils einen
Prozentpunkt mehr, als vom Management bisher in Aussicht gestellt.
US-Telekomkonzern AT&T lockt überraschend viel neue Mobilfunkkunden
an
DALLAS - Der US-Telekomkonzern AT&T hat im ersten
Quartal trotz des starken Wettbewerbs den Umsatz gesteigert und mehr
neue Mobilfunkkunden gewonnen als erwartet. Der Konzern setzte dabei
auf Bündelpakete und Sonderangebote. Zu Jahresbeginn entschieden
sich netto rund 294.000 neue Kunden für einen Mobilfunkvertrag, wie
das Unternehmen am Mittwoch in Dallas mitteilte. Das war deutlich
mehr als von Analysten erwartet. Im vorbörslichen US-Handel gab die
Aktie aber leicht nach.
Kreise: Deutsche Telekom erwägt Komplettzusammenschluss mit T-Mobile
US
NEW YORK - Die Deutsche Telekom erwägt Kreisen
zufolge eine vollständige Kombination mit seiner US-Mobilfunktochter
T-Mobile US . Der deutsche Konzern habe über eine Idee
diskutiert, bei der eine neue Holdinggesellschaft Gebote für Aktien
beider Unternehmen abgeben würde, berichtete die Nachrichtenagentur
Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit
vertraute Personen. Ein solcher Schritt wäre das größte öffentliche
Übernahmegeschäft aller Zeiten, hieß es weiter.
Gesundheitsprodukte schieben Danone zum Jahresstart an
PARIS - Der Lebensmittelkonzern Danone hat zum Jahresstart den
Rückruf von Babymilch und die negativen Folgen des Iran-Kriegs gut
weggesteckt. Der Umsatz sank zwar belastet durch einen starken Euro
um zwei Prozent auf gut 6,7 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer
Basis ergab sich aber dank gestiegener Verkaufsmengen und höherer
Preise ein Plus von 2,7 Prozent, wie der Hersteller am Mittwoch
mitteilte. Analysten hatten mit etwas weniger Zuwachs gerechnet.
Nordea spürt Gegenwind: Gewinn sinkt im ersten Quartal - Jahresziele
bestätigt
HELSINKI - Die skandinavische Bank Nordea hatte im
ersten Quartal mit gesunkenen Zinseinnahmen und den Auswirkungen des
Konflikts in Nahost zu kämpfen. Unter anderem dank höherer
Gebühreneinnahmen fiel das operative Ergebnis aber trotzdem besser
aus als am Markt erwartet. Es stieg um 2 Prozent auf gut 1,63
Milliarden Euro, wie das im EuroStoxx 50 notierte
Geldinstitut am Mittwoch in Helsinki mitteilte. Der Zinsüberschuss
ging ebenso zurück wie die Erträge aus Finanzinstrumenten, die unter
den Marktschwankungen infolge des Iran-Kriegs litten. Wegen
gestiegener Kosten sank auch der auf die Aktionäre entfallende
Gewinn um knapp 9 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.
Lufthansa streicht 20.000 Flüge bis Oktober
FRANKFURT - Der Lufthansa -Konzern streicht mit dem
angekündigten Aus der Regionaltochter Cityline 20.000
Kurzstreckenflüge bis Oktober. Das entspreche einer Einsparung von
rund 40.000 Tonnen Kerosin, dessen Preis sich seit Beginn des
Iran-Krieges verdoppelt habe, teilte das Unternehmen in Frankfurt am
Dienstagabend mit. Mit den Anpassungen sinke die Zahl
unwirtschaftlicher Kurzstreckenflüge. Das Lufthansa-Angebot soll
über den Sommer über die sechs Drehkreuze Frankfurt, München,
Zürich, Wien, Brüssel und Rom optimiert werden. Passagiere hätten so
weiterhin Zugang zum weltweiten Streckennetz.
ABB mit Umsatzsprung im Startquartal - Prognose angehoben
ZÜRICH - Das Schweizer Technologieunternehmen ABB hat
den Umsatz im ersten Quartal 2026 deutlich gesteigert. Auch der
Auftragseingang legte spürbar zu. Der Jahresausblick wird nun
angehoben. Der Umsatz stieg zwischen Januar und März um 18 Prozent
auf 8,73 Milliarden US-Dollar, wie das auf Elektrifizierung,
Automation und Antriebstechnik spezialisierte Unternehmen am
Mittwoch mitteilte. Auf vergleichbarer Basis lag das Plus bei 11
Prozent.