Die europäischen Aktienmärkte haben
am Mittwoch wenig verändert tendiert. US-Präsident Donald Trump
hatte die Waffenruhe mit dem Iran in der Nacht zwar überraschend
verlängert, die Blockade der iranischen Häfen geht aber weiter. "Ein
Ende des Krieges ist nicht in Sicht", erklärte Christian Henke,
Analyst vom Broker IG Markets.
Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Euroregion, trat
am späten Vormittag auf der Stelle. Außerhalb des Euroraums gewann
der Schweizer SMI 0,34 Prozent auf 13.178,28 Zähler.
Der britische FTSE 100 tendierte unverändert.
ABB gehörten mit 2,8 Prozent Aufschlag und neuen
Höchstkursen zu den gefragten Werten. Die am Morgen vorgelegten
Quartalszahlen waren deutlich besser als erwartet ausgefallen. Der
starke Auftragseingang war dabei laut Analysten der zentrale
Kurstreiber. Auch andere Aktien aus der Branche wie Siemens
und Schneider Electric verzeichneten
Gewinne und profitierten damit von den ABB-Zahlen.
Noch deutlicher stiegen Akzo Nobel . Mit einem Plus
von 4,4 Prozent reagierten sie auf die Zahlen zum ersten Quartal.
Die Analysten von JPMorgan sprachen von einem besser als erwarteten
Zahlenwerk. Zudem sei der Ausblick auf das zweite Quartal und das
Gesamtjahr nicht so schwach wie befürchtet gewesen.
Ebenfalls stark waren ASM International . Die Aktie
sprang um 8,6 Prozent auf neue Hochs. Die Analysten von JPMorgan
verwiesen auf deutlich besser als erwartet ausgefallene Zahlen und
den Ausblick des niederländischen Halbleiterausrüsters. Auch andere
Titel aus dem Halbleitersegment wie ASML legten zu.
Der Nahrungsmittelsektor profitierte unterdessen von den Gewinnen
von Danone , die um 2,8 Prozent kletterten.
Jefferies-Analyst David Hayes sprach von einer erfreulichen
Umsatzentwicklung auf Konzernebene. Der Analyst hob zudem die sich
verbessernde Dynamik in den USA und die übertroffenen Prognosen in
China hervor.
Aktien von Reckitt gaben dagegen kräftig nach. Der
Konsumgüterkonzern hatte für das erste Quartal aufgrund einer
schwachen Erkältungs- und Grippesaison in den USA sowie
Lieferengpässen im Nahen Osten einen geringeren Umsatz als erwartet
berichtet. Hier ging es um 6,7 Prozent nach unten./mf/jha/