Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise etwas tiefer / Nach deutlichen Anstiegen am Vortag
Die Ölpreise haben am Mittwoch den deutlichen Anstieg vom Vortag gestoppt und sind leicht gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent mit Lieferung im Juni kostete 98,12 US-Dollar und damit fast ein halbes Prozent weniger als am Vortag. Rohöl der US-Sorte WTI verbilligte sich ebenfalls leicht, wobei der Preis für ein Barrel zuletzt deutlich niedriger lag, bei 89,27 Dollar.
Der Iran-Krieg bleibt der bestimmende Faktor am Ölmarkt. US-Präsident Donald Trump hatte eine Verlängerung der Waffenruhe angekündigt. Allerdings war eine Reise von Vizepräsident JD Vance nach Pakistan zu Verhandlungen abgesagt worden, nachdem der Iran eine Teilnahme an den Gesprächen abgelehnt hatte. "Die Lage bleibt somit festgefahren", kommentierten Analysten der Dekabank.
Unterdessen ist in der für den Transport von Rohöl wichtigen Straße von Hormuz ein Containerschiff unter Beschuss geraten und dabei schwer beschädigt worden. Ein Schiff der iranischen Revolutionsgarden habe Schüsse abgegeben, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf den Kapitän des Frachters mit.
"Der erste Schock des Krieges ist vermutlich überstanden", kommentierte Fondsmanagerin Vivian Lin Thurston vom Finanzdienstleister William Blair die jüngste Entwicklung der Ölpreise. Ihrer Einschätzung nach sei der Ölmarkt mittlerweile in eine Phase der Unsicherheit mit wechselnden Kursbewegungen eingetreten.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Mittwoch in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Dienstag 96,31 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Montag hatte der Preis 97,74 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis tendierte höher. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.760,80 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,86 Prozent mehr als am Dienstagabend.
ste