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Wiener Börse - ATX büßt 0,24 Prozent ein / Situation am Persischen Golf bleibt unklar und schickt die Börsen auf Talfahrt - BAWAG gewinnt 2,5 prozent

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Die Wiener Börse hat den Handelstag mit leichten Verlusten beendet, nachdem im Verlauf Zuwächse registriert wurden. Der Leitindex ATX gab 0,24 Prozent auf 5.852,36 Punkte ab. Der ATX Prime verlor 0,28 Prozent auf 2.894,88 Zähler. An den wichtigsten europäischen Börsen ging es ebenfalls nach anfänglichen Gewinnen am Ende des Tages ins Minus.

Stimmungskiller ist, wie nicht anders zu erwarten, der Konflikt zwischen den USA und dem Iran, der Europas Börsen zum Handelsschluss auf Talfahrt schickte. Die Situation wurde zusätzlich von US-Präsident Donald Trump angeheizt. Die USA seien zu einem erneuten militärischen Vorgehen bereit, sollten weitere Verhandlungen nicht erfolgreich sein, sagte Trump am Dienstag. Die US-Regierung hatte sich zuversichtlich geäußert, dass in Pakistan Gespräche mit dem Iran in letzter Minute noch stattfinden würden. Ein ranghoher iranischer Vertreter sagte, Teheran erwäge eine Teilnahme.

Eine Entscheidung darüber blieb allerdings zunächst offen. Die vereinbarte Waffenruhe läuft nach zwei Wochen in der Nacht auf Donnerstag MESZ aus.

In Österreich haben die schwergewichteten Bankenpapiere die Blicke auf sich gezogen. Die BAWAG hat am Morgen bekanntgegeben, dass der Nettogewinn im ersten Quartal um 16 Prozent auf 232,3 Mio. Euro gestiegen ist. Außerdem konnte das Kreditgeschäft weiter ausgebaut werden. Die Bank will zudem die Übernahme der irischen Bank PTSB im vierten Quartal 2026 oder ersten Quartal 2027 abschließen. Die Bank hat sich bereits 57,5 Prozent der PTSB-Anteile, die das irische Finanzministerium hält, gesichert. BAWAG drehten im Verlauf in den positiven Bereich und ging mit plus 2,5 Prozent als Topperformer im ATX Prime-Segment aus dem Handel.

Die Analysten von Barclays haben ihr Kursziel für die Aktien der heimischen Raiffeisen Bank International (RBI) leicht von 39,0 auf 40,0 Euro nach oben revidiert. Die Einstufung "equal weight" wurde von Analyst Krishnendra Dubey unverändert belassen. RBI gaben 0,49 Prozent auf 44,40 Zähler ab.

Für die Erste Group haben Analysten von Barclays ihr Kursziel von 119,0 auf 123,0 Euro nach oben gesetzt. Die Einstufung "Overweight" wurde von Analyst Krishnendra Dubey im Rahmen einer Sektorstudie unverändert beibehalten. Erste Group verloren 2,57 Prozent auf 102,30 Euro ab.

Die Papiere der Agrana verloren 1,25 Prozent auf 11,85 Euro. Analysten der Erste Group erwarten für den Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern für das Geschäftsjahr 26/27 eine Erholung, es würden jedoch weiterhin Herausforderungen bestehen. Das Kursziel wurde von 12,5 auf 12,7 Euro hinaufgesetzt, das Votum "Hold" bestätigt.

Am Ende des ATX Prime-Segments fanden sich Zumtobel mit minus 3,8 Prozent und FACC mit minus 2,8 Prozent.

moe/spa

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