Wiener Börse (Nachmittag) - ATX weiter mit 0,37 Prozent im Plus / Bankentitel im Fokus - Persischer Golf hält die Märke in Atem - Wird weiter verhandelt, oder nicht?
Die Wiener Börse hat sich am Dienstag im Verlauf weiter erholt. Der Leitindex ATX gewann 0,37 Prozent auf 5.887,81 Punkte. Der ATX Prime baute 0,29 Prozent auf 2.911,52 Zähler auf. An den wichtigsten europäischen Börsen zeichnet sich ein ähnliches Bild ab.
Die Lage am Persischen Golf zieht wiederum alle Blicke und die gesamte Aufmerksamkeit auf sich. Kurz vor Ablauf der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA bleibt der Status der Verhandlungen nämlich ungewiss. Die US-Regierung zeigte sich zuversichtlich, dass die Gespräche am Mittwoch in Pakistan fortgesetzt würden. Das iranische Staatsfernsehen dementierte hingegen am Dienstag Medienberichte über die Reise iranischer Vertreter nach Islamabad sowie geplante Termine für Friedensgespräche. Es sei noch keine iranische Delegation nach Pakistan aufgebrochen. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sagte Fox News, man stehe kurz vor einem Abkommen.
In Österreich haben die schwergewichteten Bankenpapiere die Blicke auf sich gezogen. Die BAWAG hat am Morgen bekanntgegeben, dass der Nettogewinn im ersten Quartal um 16 Prozent auf 232,3 Mio. Euro gestiegen ist. Außerdem konnte das Kreditgeschäft weiter ausgebaut werden. Die Bank will zudem die Übernahme der irischen Bank PTSB im vierten Quartal 2026 oder ersten Quartal 2027 abschließen. Die Bank hat sich bereits 57,5 Prozent der PTSB-Anteile, die das irische Finanzministerium hält, gesichert. BAWAG drehten im Verlauf in den positiven Bereich und gewannen 1,7 Prozent ab.
Die Analysten von Barclays haben ihr Kursziel für die Aktien der heimischen Raiffeisen Bank International (RBI) leicht von 39,0 auf 40,0 Euro nach oben revidiert. Die Einstufung "equal weight" wurde von Analyst Krishnendra Dubey unverändert belassen. RBI legten 0,45 Prozent auf 44,82 Zähler zu.
Für die Erste Group haben Analysten von Barclays ihr Kursziel von 119,0 auf 123,0 Euro nach oben gesetzt. Die Einstufung "Overweight" wurde von Analyst Krishnendra Dubey im Rahmen einer Sektorstudie unverändert beibehalten. Erste Group gaben 0,38 Prozent auf 104,60 Euro ab.
Die Papiere der Agrana verloren 1,25 Prozent auf 11,85 Euro. Analysten der Erste Group erwarten für den Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern für das Geschäftsjahr 26/27 eine Erholung, es würden jedoch weiterhin Herausforderungen bestehen. Das Kursziel wurde von 12,5 auf 12,7 Euro hinaufgesetzt, das Votum "Hold" bestätigt.
An der Spitze des ATX Prime-Segments setzte die steirische AT&S ihren Höhenflug fort und baute 2,3 Prozent auf, wobei sie von bereits über vier Prozent wieder zurückgekommen sind.
moe/spa
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