Wiener Börse (Eröffnung) - ATX startet mit plus 0,21 Prozent / Persischer Golf zieht weiter ganze Aufmerksamkeit auf sich - Bankenwerte auf der Suche nach Erholung
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Die Wiener Börse hat sich am Dienstag etwas erholt präsentiert. Der Leitindex ATX gewann am Vormittag leichte 0,21 Prozent auf 5.878,70 Punkte. Der ATX Prime baute 0,20 Prozent auf 2.909,07 Zähler auf. An den wichtigsten europäischen Börsen zeichnet sich ein ähnliches Bild ab.
Weiterhin marktbewegender Einfluss gehe von den geopolitischen Entwicklungen rund um den Persischen Golf aus, schreibt die Helaba. "Sorgen vor einer Wiederaufnahme der Kampfhandlungen bestimmten das Handelsgeschehen, wobei aber anzumerken ist, dass die Ölpreise zwar kräftig stiegen, jedoch das Spitzenniveau der Vorwoche nicht wieder erreichten", heißt es weiter. Ein Hoffnungsschimmer heute ist wohl, dass es trotz gegenseitiger Drohungen doch zu einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen den beiden Kontrahenten in Pakistan kommen könnte. Eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus.
"Solange zwischen den USA und dem Iran Worte und keine Raketen ausgetauscht werden, halten Anleger in der Hoffnung auf weitere Kursgewinne an ihren Aktienpositionen fest", konstatierte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank.
International richtet sich heute der Fokus vor allem auf die US-Einzelhandelsumsätze. "Einen positiven Einfluss dürften dabei auch die höheren Pkw-Verkaufszahlen haben. Alles in allem werden die Daten wohl nicht für baldige Zinssenkungen der US-Notenbank Fed sprechen", meinen die Experten der Helaba.
In Österreich hat die BAWAG am Morgen bekanntgegeben, dass der Nettogewinn im ersten Quartal um 16 Prozent auf 232,3 Mio. Euro gestiegen ist. Außerdem konnte das Kreditgeschäft weiter ausgebaut werden. Die Papiere verloren bisher 1,3 Prozent.
Die übrigen Bankenwerte tendieren uneinheitlich. Raiffeisen Bank International (RBI) legten 0,4 Prozent zu, Erste Group verloren 0,1 Prozent.
Die Erste Group erwartet für die Agrana für das Geschäftsjahr 26/27 eine Erholung, es würden jedoch weiterhin Herausforderungen bestehen. Das Kursziel wurde von 12,5 auf 12,7 Euro hinaufgesetzt, das Votum "Hold" bestätigt. Agrana waren am Vormittag im ATX Prime mit minus 2,08 Prozent auf 11,75 Euro unter den größeren Verlierern.
An der Spitze des Segments setzte die steirische AT&S ihren Höhenflug fort und baute 4,4 Prozent auf. Damit hat das Papier seit Jahresbeginn 188 Prozent zugelegt.
moe/ger
ISIN AT0000999982