Wiener Börse 1 - ATX verliert 1,5 Prozent / Spannungen zwischen den USA und dem Iran drücken auf die Aktienkurse - Bankentitel mit Verlusten
Nach der Erholung vor dem Wochenende ist die Entwicklung auf den europäischen Aktienmärkten am Montag angesichts neuer Spannungen in der Straße von Hormuz nach unten gegangen. Das hat auch die Wiener Börse zu spüren bekommen. Der heimische Leitindex ATX schloss mit minus 1,53 Prozent bei 5.866,33 Punkten. Der ATX Prime verlor zum Handelsschluss 1,49 Prozent auf 2.903,12 Zähler. Auch die wichtigsten europäischen Börsen gingen mit Verlusten aus dem Tag.
Spaßverderber waren einmal mehr die USA und der Iran. Die Feuerpause zwischen den beiden Kontrahenten steht vor dem Scheitern. Grund dafür ist die Beschlagnahmung eines iranischen Frachtschiffs durch die Amerikaner. Daraufhin lehnte die iranische Regierung eine neue Verhandlungsrunde ab, die Washington vor dem Auslaufen der Feuerpause anstoßen wollte. Am Mittwoch läuft eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA aus. Pakistans Innenminister Mohsin Raza Naqvi vermittelt zwischen den beiden Kriegsparteien und empfing am Montag bei separaten Treffen diplomatische Vertreterinnen und Vertreter aus dem Iran und den USA. Die iranische Führung hat bisher noch keine Entscheidung über weitere Verhandlungen mit den USA getroffen.
Besonders in Mitleidenschaft gezogen wurden heute die schwergewichteten Bankenpapiere. RBI verbilligten sich als ATX Prime-Schlusslicht um 4,5 Prozent, Erste Group um 3,3 Prozent und BAWAG um 2,4 Prozent.-
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