Wiener Börse startet mit Verlusten - ATX verliert 1,06 Prozent / Sorge vor Scheitern der Feuerpause im Iran-Krieg steigt
Nach der Erholung der vergangenen Tage zeigt die Entwicklung auf den europäischen Aktienmärkten in der neuen Woche angesichts neuer Spannungen in der Straße von Hormuz nach unten. Die Feierlaune der Anleger vom Freitag weicht am Montag der Katerstimmung. Auch der Wiener Aktienmarkt startet mit klaren Verlusten. Der heimische Leitindex ATX notierte kurz nach Handelsstart bei einem Minus von 1,06 Prozent auf 5.894,34 Punkten.
Die Sorge vor einem Scheitern der Feuerpause zwischen den USA und dem Iran wuchs am Montag. Grund dafür ist nach der Beschlagnahmung eines iranischen Frachtschiffs durch die Amerikaner die Drohung Teherans mit Vergeltung. Außerdem lehnte die iranische Regierung eine neue Verhandlungsrunde ab, die Washington vor dem Auslaufen der Feuerpause am Dienstag anstoßen wollte. Infolge dessen stiegen die Ölpreise an. Marktteilnehmer befürchten eine anhaltende Störung des Schiffsverkehrs im Persischen Golf.
Die neuen Spannungen drohen die Schwankungsintensität zu Beginn der neuen Woche abermals zu erhöhen, meinte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst Consorsbank. "Anleger sehen eine erneute Schließung der Straße von Hormuz als Teil der Verhandlungen, und niemand rechnet damit, dass diese ohne Wendungen und Rückschläge auskommen werden." Solange jedoch der Iran auf Schiffe feuere und das ungewisse Fristende des Waffenstillstands näher rücke, wird die Nervosität auf dem Parkett nicht weiter abnehmen.
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