Wiener Börse (Mittag) - ATX leicht im Plus, AT&S weiter im Höhenflug / ATX-Wochengewinn von einem Prozent in Aussicht - Deutsche Bank hebt AT&S-Kursziel zum zweiten Mal in einer Woche an - Studien auch zu Erste und voest
Der Wiener Aktienmarkt hat am Freitag etwas hinzugewonnen. Der ATX hielt sich dabei in der Handelsspanne der Vortage, er lag zu Mittag um 0,08 Prozent höher auf 5.870 Punkten. Am Mittwoch hatte er noch bei rund 5.922 Einheiten ein Rekordhoch markiert. Dank der guten ersten Wochenhälfte deutet sich aktuell ein Wochengewinn von knapp einem Prozent an. Für den ATX Prime ging es am Freitag um 0,14 Prozent auf 2.905 Zähler hinauf.
Das europäische Umfeld zeigte sich ebenfalls leicht in der Gewinnzone. Marktteilnehmer setzten derzeit auf eine dauerhafte Friedenslösung und auch darauf, dass die Straße von Hormuz bald wieder befahrbar sein werde, schrieben die Analysten der Helaba. Zwar seien die Öl- und Gaspreise noch erhöht, dennoch habe die Risikobereitschaft insgesamt zugenommen. Der Brent-Preis war am Vorabend wieder bis knapp an die Marke von 100 US-Dollar gestiegen und lag zuletzt wieder bei gut 96 US-Dollar.
Bei den Einzelwerten zogen einmal mehr AT&S die Aufmerksamkeit auf sich. Die Titel des steirischen Leiterplattenherstellers kennen seit Tagen kein Halten mehr und verteuerten sich am Berichtstag noch einmal um knapp neun Prozent auf 81,50 Euro. Allein in dieser Woche erhöhte sich der Aktienkurs um gut ein Fünftel, während sich der Gewinn seit Jahresbeginn auf gut 150 Prozent beläuft. Seit dem Mehrjahrestief von Ende 2024 hat sich der Aktienkurs sogar verachtfacht.
Zu guten US-Vorgaben gesellten sich für AT&S vor dem Wochenende positive Impulse von Analystenseite. So hob die Deutsche Bank ihr Kursziel für die Titel bereits zum zweiten Mal in dieser Woche an, diesmal von 82 auf 100 Euro. Analyst George Brown verwies auf die Nachfragedynamik durch agentische KI, wobei sich AT&S in der Branche in einer einzigartigen Position befinde. Denn während der Mitbewerb weiterhin mit Kapazitätsengpässen zu kämpfen habe, werden die Auslastungsraten in den bestehenden AT&S-Werken voraussichtlich rasch steigen, so Brown.
Für die Erste Group wurde seitens der Deutschen Bank das Kursziel von 115 auf 117 Euro angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Analystin Marlene Eibensteiner erwartet einen soliden Jahresstart. Die Aktien notierten bei 105,20 Euro praktisch unverändert.
Zudem bestätigte Barclays "Overweight" und Kursziel von 50 Euro für die voestalpine-Aktien. Die Analysten rechnen für das Schlussquartal 2025/26 mit einem soliden Ergebnis, wobei das EBITDA aber leicht unter dem Mittelwert der Prognose liegen dürfte. voestalpine verloren 0,4 Prozent auf 41,60 Euro.
spa/rst
ISIN AT0000999982