ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Keine klare Linie - Ölpreise bleiben hoch
Die europäischen Aktienmärkte haben
sich am Donnerstag ohne klare Tendenz aus dem Handel verabschiedet.
Öl wurde wieder teurer und schürte Sorgen vor Inflation und einer
Abkühlung der Konjunktur. Im Iran-Krieg hoffen die Anleger weiter
auf eine baldige Lösung und setzen auf weitere Gespräche zwischen
den USA und dem Iran.
Der EuroStoxx 50 geriet mit Eröffnung der US-Börsen
stärker unter Druck und schloss mit einem Minus von 0,12 Prozent auf
5.933,28 Punkte. Die wichtigsten US-Indizes notierten zum
europäischen Börsenschluss im Plus. Außerhalb des Euroraums verlor
der schweizerische SMI 0,35 Prozent auf 13.173,17
Zähler. Der britische FTSE 100 zog um 0,29 Prozent
auf 10.589,99 Punkte an.
Technologiewerte hatten Anleger auf ihrem Kaufzettel. Sie
profitierten von den guten Vorgaben der Nasdaq-Börsen in New York
und einer überzeugenden Quartalsentwicklung des taiwanesischen
Halbleiterherstellers TSMC . Infineon gewannen 2,9
Prozent, SAP legten um 3,5 Prozent zu. ASML aber drehten wie schon
am Vortag ins Minus.
Pernod Ricard übertraf im abgelaufenen Quartal die
Erwartungen leicht, nahm aber das Jahresziel zurück. Die Papiere des
Spirituosenherstellers gaben um 0,5 Prozent nach.
Die Fluggesellschaft Easyjet spürt die Folgen des
Iran-Kriegs. Die Buchungen hätten sich in den letzten Wochen
abgeschwächt, teilte der Konzern mit. Die Aktien sanken um 5
Prozent.
Bei den schweizerischen Nebenwerten überraschte DocMorris
positiv. Die Analysten von Jefferies sprachen
angesichts neuer Geschäftszahlen von einem soliden Jahresstart. Die
Aktien kletterten um 10,6 Prozent hoch./ajx/he