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Drohnenangriffe: Schoigu droht Finnland und den Balten

Der frühere russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat Finnland und den baltischen Staaten Unterstützung für ukrainische Drohnenangriffe unterstellt und mit militärischer Gegenwehr gedroht. Entweder sei die Flugabwehr dieser Staaten schlecht, oder sie stellten bewusst ihren Luftraum für Angriffe auf Russland zur Verfügung, sagte der jetzige Sekretär des russischen Sicherheitsrates in Moskau.

"Dann werden sie offen zu Teilnehmern einer Aggression gegen Russland", sagte Schoigu der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Moskau habe dann ein von den Vereinten Nationen verbrieftes Recht auf Selbstverteidigung.

Ukrainische Drohnen fliegen in die Irre

Die Ukraine hat in den vergangenen Wochen russische Ölexporthäfen am Finnischen Meerbusen mit Langstreckendrohnen attackiert. Auf dem mehrere Hundert Kilometer langen Flug gerieten mehrmals Drohnen auf das Gebiet Finnlands oder der baltischen Staaten - sei es irrtümlich oder weil sie elektronisch gestört wurden. Mehrere Drohnen stürzten ab. In Estland wurde ein Kraftwerk getroffen, das an der Grenze zu Russland liegt.

Moskau stellt es so dar, als durften die ukrainischen Drohnen auf ihrem Flug die sicheren Drittstaaten nutzen. Dies ist in Helsinki wie in Tallinn, Riga und Vilnius dementiert worden. Die baltischen Staaten haben um verstärkten Schutz der Nato vor solchen Zwischenfällen gebeten. Die Schuld daran liege trotzdem nicht bei der Ukraine, sondern bei Russland, das den Krieg begonnen habe./fko/DP/stw

AXC0285 2026-04-16/17:48

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