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Wiener Börse leichter im Frühhandel - ATX verliert 0,14 Prozent / Nach deutlichen Vortageszuwächsen - Mögliche weitere Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran im Fokus

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Neu: Kursveränderungen von Einzelwerten
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Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch im Frühhandel mit einer leichteren Tendenz präsentiert. Der ATX gab 0,14 Prozent auf 5.890,10 Einheiten ab, nachdem der heimische Leitindex am Vortag noch um 1,74 Prozent zugelegt hatte. An den europäischen Leitbörsen gab es im Frühgeschäft noch keinen klaren Richtungstrend zu sehen.

Die Entwicklungen im Nahen Osten und an der Straße von Hormuz bleiben laut Helaba-Analysten der treibende Faktor an den Finanzmärkten. Die Investoren agierten zurückhaltend, ob es in den kommenden Tagen tatsächlich eine weitere Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den USA geben wird. "Insgesamt bleibt die Verunsicherung trotz der jüngst gestiegenen Zuversicht groß", heißt es im Tagesausblick der Landesbank Helaba. "Solange es keine dauerhafte Lösung des Konflikts gibt und die Straße von Hormuz nicht frei befahrbar ist, gibt es keine Grundlage für eine nachhaltige Markterholung."

Am heimischen Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene noch eine recht dünne Meldungslage vor. Von Analystenseite meldete sich die Deutsche Bank und revidierte ihr Kursziel für die AT&S-Aktie von 68 auf 82 Euro nach oben. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde unverändert belassen. Die Papiere des Leiterplattenherstellers reagierten mit einem klaren Plus von 4,2 Prozent auf 72,00 Euro.

Agrana-Titel notierten unverändert. Der Zuckerkonzern hat seinen Verlust im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025/26 weiter ausgebaut. Nach vorläufigen Zahlen stand unter dem Strich ein Minus von 0,64 Euro pro Aktie, nach einem Verlust von 0,07 Euro je Anteilsschein im Jahr davor. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) schrumpfte auf 3,2 Mio. Euro, nach 40,5 Mio. Euro im Vorjahr. Dennoch schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,35 Euro je Aktie vor.

BAWAG-Papiere gewannen weitere 0,6 Prozent. Am Dienstag haben die Titel starke 7,5 Prozent zugelegt, nachdem das Finanzinstitut die Übernahme der irischen Bank PTSB für 1,62 Mrd. Euro angekündigt hatte.

Abwärts ging es im Frühhandel hingegen für die schwergewichteten Branchenkollegen. Raiffeisen Bank International verbilligten sich um 1,1 Prozent und Erste Group gaben um 0,5 Prozent nach.

Die Titel der Strabag bauten ein Minus von 5,5 Prozent. Laut Agenturberichten hat die UNIQA 2,4 Mio. Aktien des Baukonzerns verkauft. Die Analysten der Erste Group bewerteten den Schritt mittelfristig als positiv, da dadurch der Streubesitz erhöht werde, kurzfristig gebe es jedoch Verkaufsdruck für die Strabag-Aktie.

ste/ger

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