Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise uneinheitlich, Brent bei 98,4 Dollar / Hoffnung auf Einigung zwischen den USA und dem Iran ließ Ölpreise zeitweise sinken - Goldpreis legt zu
Die Ölpreise haben sich am Dienstagvormittag ohne klare Richtung gezeigt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent stieg um 0,44 Prozent auf 98,43 Dollar. Der Preis für Öl der US-Sorte WTI fiel um 0,69 Prozent auf 97,07 Dollar je Fass.
Damit stabilisierten sich die Ölpreise nach anfänglichen Rückgängen. Die Ölpreise waren in der Früh mit der Hoffnung auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran gesunken. Zuletzt haben neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran nach der Darstellung von US-Vizepräsident JD Vance "große Fortschritte" gemacht. Nun sei allerdings Teheran am Zug, bei dem wichtigsten Punkt aus US-Sicht Zugeständnisse zu machen - nämlich deren Atomprogramm.
Die USA und der Iran hatten am Wochenende in Islamabad direkte Friedensverhandlungen unter Vermittlung Pakistans geführt, die aber ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen waren. Die Ölpreise waren daraufhin zu Beginn der Woche über die Marke von 100 Dollar gesprungen.
Die Entwicklungen in Nahost bleibt das bestimmende Thema am Ölmarkt. Nach Einschätzung von Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ist aber weiter "völlig unklar, ob sich in den kommenden Tagen eine Lösung des Konflikts finden lässt".
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt deutlich gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Dienstag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Montag 109,89 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Freitag hatte der Preis 105,28 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
Der Goldpreis legte am Dienstagvormittag zu. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.779,09 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,78 Prozent mehr als am Vorabend.
mik/ste