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Wiener Börse startet fester - Hoffnung auf Annäherung im Nahen Osten / ATX gewinnt 0,77 Prozent - AT&S mit plus 3,9 Prozent an ATX-Spitze - Impulse von US-Erzeugerpreisen am Nachmittag erwartet

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Die Wiener Börse ist am Dienstag mit Gewinnen in den Handel gestartet. Der ATX stieg bis 10 Uhr um 0,77 Prozent auf 5.842,55 Punkte. Auch an anderen Börsen in Europa ging es nach oben. Angetrieben wurden die Märkte von der Hoffnung auf eine politische Entspannung im Nahen Osten.

Da die USA und der Iran eine weitere Gesprächsrunde erwägten, bestehe "die Chance auf ein Ende der militärischen Auseinandersetzungen", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Ein Friedensabkommen würde zudem die Straße von Hormuz öffnen, einen für die Weltwirtschaft wichtigen Schifffahrtsweg.

Die größten ATX-Gewinner waren im Frühhandel AT&S mit einem Plus von 3,9 Prozent. Auch an anderen Börsen fanden sich Halbleiterwerte unter den Gewinnern. Andritz-Aktien gewannen nach einer Kurszielerhöhung 2,3 Prozent auf 68,10 Euro. Die Analysten der Deutsche Bank Research haben ihr Kursziel für die Titel des Anlagenbauers von 86 auf 90 Euro erhöht und ihre Empfehlung "buy" bestätigt.

Gut gesucht waren auch Lenzing und voestalpine und legten jeweils um die 2 Prozent zu. RBI-Aktien wurden am Tag ihres Dividendenabschlags mit einem Minus von 0,6 Prozent gehandelt. Die beiden einzigen weiteren ATX-Verlierer waren die Aktien der Versorger EVN und Verbund mit kleinen Abschlägen von 0,5 bzw. 0,2 Prozent.

Wichtige Unternehmensnachrichten aus Österreich lagen am Vormittag noch nicht vor. Das bestimmende Thema an den Märkten dürfte am Dienstag weiter die Entwicklung im Nahen Osten bleiben. Datenseitig könnten auch die am Nachmittag anstehenden Zahlen zu den US-Erzeugerpreisen Impulse liefern.

Die kriegsbedingt erhöhten Energiepreise dürften hier einen deutlichen Schub verursacht haben, schreiben die Analysten der Helaba. Die Jahresrate könnte damit auf das höchste Niveau seit Anfang 2023 steigen. Aufmerksam verfolgen dürften Marktteilnehmer auch die am Abend angesetzten Reden mehrerer Vertreter der EZB und der US-Notenbank.

mik/ste

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