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Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise höher vor Iran-Verhandlungen / Brent bleibt aber unter 100 US-Dollar - Goldpreis gibt nach

Die Ölpreise haben sich am Freitag vor Beginn der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zur dauerhaften Beilegung des Kriegs moderat höher gezeigt. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent bleibt aber unter der Marke von 100 US-Dollar, nachdem er am Mittwoch nach Vereinbarung der Waffenruhe fast auf 90 Dollar gesunken war. Die Ölpreise sind ein wichtiger Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.

Ein Barrel (etwa 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete zuletzt 97,40 US-Dollar. Das waren 1,54 Prozent mehr als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Mai stieg um 1,65 Prozent auf 99,48 Dollar.

Nach Beginn einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg soll es ab heute in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad direkte Gespräche zwischen den USA und dem Iran geben. Ziel ist eine Beendigung des Kriegs, der mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran Ende Februar begonnen hatte.

Dabei kritisierte US-Präsident Donald Trump die "sehr schlechte Arbeit" des Iran bei der vereinbarten Freigabe der Straße von Hormuz - einer Lebensader für den Welthandel. Trump bezog sich auf Berichte, wonach das Land Gebühren von Tankern für die Durchfahrt verlange. Inzwischen greift Israel weiter Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon an.

Etwas belastend wirkte dabei ein Bericht, demzufolge die Produktionskapazität Saudi-Arabiens durch die jüngsten Angriffe auf Produktionsstätten, Raffinerien und Pipelines um rund 600.000 Barrel pro Tag gefallen ist. Zudem sei die Kapazität der wichtigen Ost-West-Pipeline, die unter Umgehung der Straße von Hormuz Öl vom Persischen Golf zum Roten Meer bringen kann, um 700.000 Barrel pro Tag zurückgegangen. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf eine Quelle im Energieministerium.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat am Freitag in Wien mitteilte, betrug der Korbpreis am Donnerstag 107,29 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Mittwoch hatte der Preis 107,00 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

Der Goldpreis gab nach. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.734,62 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,65 Prozent weniger als am Vorabend.

spa/rst

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