Devisen (Früh) - Euro bei 1,1702 US-Dollar fester / Gemeinschaftswährung profitiert von Ankündigung einer Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA
Der Euro hat am Mittwoch von der Ankündigung einer Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA deutlich profitiert. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung stieg im frühen Handel über 1,17 Dollar. Zuletzt lag er mit 1,1702 Dollar deutlich über dem Niveau vom Dienstagabend. Der Euro erholte sich damit weiter von den Verlusten der ersten Handelswoche nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar.
Nach den Angriffen Israels und der Vereinigten Staaten auf den Iran und dessen Gegenschlägen sackte der Euro von rund 1,18 Dollar bis auf fast 1,14 Dollar Mitte März ab, bevor er sich wieder schrittweise erholte. Der Dollar hatte zu Beginn des Iran-Kriegs vor allem von der gestiegenen Unsicherheit an den Finanzmärkten profitiert.
Zum einen gilt er als sogenannter sicherer Hafen, da Investoren sich von risikoreichen Anlagen trennen und Dollar kaufen. Zum anderen wird Öl überwiegend in Dollar bezahlt. Die Ölpreise haben seit Beginn des Iran-Kriegs kräftig zugelegt, sodass der Dollar auch deswegen stärker nachgefragt war. Zudem zogen die Renditen auf US-Staatsanleihen wegen Inflationssorgen seit Ende Februar an. Das macht Anlagen in US-Papiere tendenziell attraktiver und steigert die Dollar-Nachfrage.
In der Nacht auf Mittwoch einigten sich der Iran und die Vereinigten Staaten wenige Minuten vor dem Ablauf eines erneuten Ultimatums von US-Präsident Donald Trump auf eine Feuerpause. Irans Außenminister kündigte zugleich eine Öffnung der Straße von Hormuz an. In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen solle der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ermöglicht werden, schrieb Abbas Araghtschi in einer Erklärung.
US-Präsident Donald Trump hatte die Öffnung der Straße kurz zuvor zur Bedingung für eine Feuerpause gemacht. Trump hatte damit gedroht, andernfalls den iranischen Energiesektor sowie Infrastruktur wie Brücken anzugreifen. Der US-Präsident hatte der Führung in Teheran dafür eine Frist bis 2.00 Uhr europäischer Zeit in der Nacht zum Mittwoch gesetzt.
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